Content Curation: So begeisterst du dein Publikum

Wusstest du, dass in jeder Minute 571 neue Websites gestartet werden? (Quelle) Das sind 21,3 Millionen neue Websites – jeden Tag! Aus dieser Masse an Informationen die Perlen herauszupicken, wird nicht nur für dich immer schwerer, sondern auch für deine Kunden.

Was wäre aber, wenn du aus dieser Not eine Tugend machen könntest? Eine Tugend, die dir auch noch Kunden bringt? Das Zauberwort heißt Content Curation!

Was ist Content Curation?

Beim Kuratieren (Curation) von Inhalten (Content) übernimmt der Kurator (du!) die Aufgabe aus vielen Internet-Quellen die besten Beiträge auszuwählen, und an seine Fans und Follower weiterzuleiten. Hierbei achtet der Kurator natürlich darauf, dass die geteilten Inhalte für seine Fans und Follower relevant und wertvoll sind.

Content Curation beinhaltet also
– das Scannen
– das Auswählen
– das Aufbereiten
– das Publizieren
von hochwertigen Inhalten zu einem bestimmten Thema, die aber nicht aus eigener Quelle stammen. Das können Blogartikel, Videos, Audio-Beiträge, Infografiken, inspirierende Zitate, Whitepaper, Downloads, E-Books und viele andere Formate sein.

Übrigens: Ein echter Content Curator integriert diesen Prozess des Scannens, Auswählens, Aufbereitens und Publizierens in seine tägliche Arbeitsroutine.

Der Clou ist, diesen kuratierten Content in das eigene Businessumfeld einzupassen. Ein Beispiel: Sagen wir jemand hatte eine tolle Idee, und hat etwas Neues aus dem berühmten BILLY-Regal von IKEA kreiert. IKEA könnte nun diesen Blogartikel mit der Handwerker-Anleitung kuratieren, also auf den eigenen Kanälen mit seinen Fans und Followern teilen. Denn IKEA hat natürlich ein Interesse daran, dass die eigene Marke in einem positiven Licht erscheint und auch daran, Neu- und Bestandskunden mit Inspiration rund um das BILLY-Regal zu versorgen.

Wenn du schon mal einen Blogartikel oder einen anderen Inhalt bei Facebook geteilt und einige Worte aus deiner eigenen Sicht dazu geschrieben hast, hast du bereits kuratiert!

Ein Hinweis: Wenn ich von Content Curation spreche, meine ich immer das „Weitersagen“ von Links zu den Inhalten anderer Urheber und niemals das Kopieren von ganzen Inhalten oder längeren Auszügen, die dann auf Ihrer eigenen Website publiziert werden, denn das ist in den meisten Fällen strafbar. Beachte hierzu bitte den Artikel Textklau & Co: Wo Content Curation aufhört! von Kerstin Hoffmann. Informier dich über die rechtliche Situation bezüglich Urheberrecht und Zitatrecht, bevor du mit dem Kuratieren von Inhalten startest. (Vielen Dank an eine fleißige Kommentatorin für diese Ergänzung!)

Was dir Content Curation nützt

Das Ganze macht natürlich Arbeit, das stimmt! Aber es macht auch unheimlich Spaß – und höchstwahrscheinlich bist du ohnehin gut informiert über die Trends und Veröffentlichungen in deiner Branche, oder? Insofern ist das Kuratieren relevanter Informationen für deine Kunden nur ein kleiner Mehraufwand, wenn du das Ganze strategisch angehst.

Content Curation hat aber noch weitere Vorteile!

Zu wissen, wo sich neue Trends abzeichnen, wo man interessanten Content findet und diese Quellen dann auch zu präsentieren, zeigt den eigenen Fans ganz deutlich, welche Kompetenz man in seinem angestrebten Bereich besitzt und dass es bei der eigenen Marke immer etwas Spannendes zu entdecken gibt. Andreas Weck, t3n.de

Service: Zum Einen bietest du deinen Kunden einen absolut tollen Service, den garantiert nicht jeder deiner Mitbewerber ebenfalls bietet.

Positionierung, Sichtbarkeit und Markenaufbau: Indem du die Informationsflut für deine Kunden kanalisieren, stärkst du deine Positionierung als Experte und verbesserst deine Sichtbarkeit im Netz. Darüber hinaus zahlst du stetig in den Aufbau deiner eigenen Marke ein.

Dialog: Durch Content Curation trittst du ganz automatisch in den Dialog mit Kunden, Geschäftspartnern, aber auch mit Kritikern ein. Wenn du dabei authentisch bleibst, stärkst du dein Markenimage und beweist Kompetenz. Dass du die Inhalte Anderer kuratierst, führt auch zu neuen Bekanntschaften und vielleicht zu gewinnbringenden Kooperationen.

Marktforschung: Nicht nur eigene Inhalte, sondern auch die Inhalte Anderer zu verteilen, hilft dir dabei herauszufinden für welche Themen sich dein Publikum interessiert. Und das auf eine unaufdringliche Art und Weise.

Content Marketing: Um deine Fans und Follower bei Laune zu halten und sichtbar zu werden (oder zu bleiben), müssen du mindestens mehrmals wöchentlich posten. Als Einzelunternehmer schaffen wir es aber selten genügend neue, eigene Inhalte zu veröffentlichen. Kuratierst du auch Inhalte von Anderen, musst du aber nie einen Mangel an interessanten Inhalten auf deinen Kanälen befürchten. Du nutzt also die Inhalte Anderer um deine Sichtbarkeit im Netz auf- und auszubauen.

SEO: Darüber hinaus verbesserst du deine Platzierung in den Suchmaschinen. Wenn du kontinuierlich Beiträge aus demselben Themenbereich teilst, wird dein (Marken-)Name von den Suchmaschinen mit diesen in Verbindung gebracht.

10 Content Curation-Tipps für dich

Habe ich dich überzeugt? Ich hoffe es sehr! Denn in Deutschland ist Content Curation noch längst nicht so verbreitet, wie ich das gern hätte ;-) Deshalb habe ich hier noch 10 Content Curation-Tipps für dich zusammengestellt.

Tipp 1: Für welche Themen willst du bekannt sein? Überleg dir bis zu drei Themen, und halte dich beim Kuratieren von Inhalten möglichst weitestgehend daran. Ich habe für mich zum Beispiel die Themen Blog, Social Media und Content Marketing ausgewählt. Sollten deine Themen nicht zueinander passen, brauchst du für verschiedene Themen verschiedene Kanäle. Wenn ich einem Führungscoach-Blogger folge, möchte ich Beiträge über Führung finden – und nicht Beiträge über Kindererziehung zum Beispiel.

Tipp 2: Such dir nur Beiträge für deine Fans und Follower heraus, die wirklich hochwertig sind und nicht dir, sondern eben deinem Publikum einen Mehrwert bieten. Das heißt natürlich nicht, dass du nichts teilen darfst, was dir selbst gut gefällt – aber der Nutzen für deine Fans und Follower sollte immer im Vordergrund stehen. Überleg dir beim Kuratieren eines Inhalts immer „Was hat mein Follower davon, diesen Beitrag zu lesen/zu hören/anzusehen?“

Tipp 3: Teile die kuratierten Beiträge auf Ihren Social Media-Kanälen. Beachte aber hierbei, dass nicht jeder Inhalt zu jedem Social Network passt. Bei Facebook funktionieren zum Beispiel unterhaltsame Inhalte wie inspirierende Zitate oder lustige Videos hervorragend. Fachartikel passen eher zu XING oder LinkedIn.

Tipp 4: Teile die kuratierten Beiträge auf deinem Blog. Klasse finde ich zum Beispiel das Format „The Social Scoop Issue“ von Mari Smith. Mari postet wöchentlich bis zu fünf Artikel, die auf anderen Websites und Blogs erschienen sind. Sie kommentiert diese auch und reichert sie manchmal mit weiteren interessanten Informationen an. Ein absolutes Parade-Beispiel aus meiner Sicht. Und es kommt noch besser: Mari bietet diese kuratierten Inhalte auch als eigenen Newsletter an und hat damit über die Jahre mehr als 97.000 Abonnenten eingesammelt!

Content Curation

© neirfy / Canva.com

Tipp 5: Eben habe ich es schon erwähnt: Beim Kuratieren von Inhalten geht es nicht nur darum Beiträge zu verteilen, sondern auch Anmerkungen dazu zu machen. Schreib beispielsweise dazu warum du diesen Blogartikel für dein Publikum ausgewählt hast, oder was du an der Podcast-Episode so bemerkenswert fandest. Oder wirf weitere Fragen auf, die sich aus dem Beitrag aus deiner Sicht ergeben. Du kannst sogar interessante Beiträge als Aufhänger für eigenen Content nutzen.

Tipp 6: Es ist eigentlich selbstverständlich, aber gib bitte immer den Urheber der Originalquelle an. Verweise also direkt auf den Inhalt, den du kuratierst. In den sozialen Netzwerken kannst du die Urheber meistens auch direkt benachrichtigen. Bei Google+ musst du vor den Namen der Person nur ein „+“ setzen (zum Beispiel „+Katharina Lewald“), bei Twitter ist es ein „@“ und danach kommt der Twitter-Handle (zum Beispiel „@katharinalewald“). Bei Facebook ist es nur notwendig den Namen einer Person einzugeben und schon wird dir die Person angezeigt, sodass du sie erwähnen kannst. (Manchmal klappt es nicht – das liegt dann an den Datenschutz-Einstellungen der erwähnten Person.)

Bei Blogs werden die Urheber normalerweise durch einen so genannten Pingback informiert, sobald du sie verlinkt hast. Diese Methode funktioniert jedoch nicht immer 100% zuverlässig. In diesen Fällen ist eine kleine, kurz gehaltene (!) E-Mail an den Urheber ideal, in der du ihm mitteilst, dass du seinen Beitrag kuratiert hast.

Tipp 7: Lies die kuratierten Inhalte auch wirklich! Oder scanne sie zumindest, denn oft ist die Zeit knapp. Eigentlich ist es fast egal wie du es machst – Hauptsache ist, dass du sicherstellst, dass deine Fans und Follower nur die besten der besten Artikel aus deinem Themenbereich von dir zugestellt bekommen. Denn wenn du Beiträge teilst, denen es an Qualität mangelt, schadest du eher deinem Image, als dass du es aufbaust.

Tipp 8: Erarbeite dir einen Workflow für das Kuratieren von Inhalten. Ich gebe es zu: Aufgrund der Masse an Tools, die es mittlerweile gibt, ist das nicht so einfach. Aber mit der Zeit wirst du herausfinden welche Methoden und Tools sich ideal in deinen Arbeitsalltag einfügen und dir die Content Curation so einfach wie irgend möglich machen. Ich empfehle Feedly zum Sammeln, Pocket zum Lesen, sowie Hootsuite und/oder Buffer zum Verteilen der Inhalte.

Tipp 9: Vergiss nicht auch deine eigenen Inhalte zu promoten ;-) Klingt in diesem Zusammenhang komisch, passiert mir aber dauernd (vor allem bei Twitter). Vor lauter Content Curation vergesse ich oft meine aktuellen und älteren Blogartikel zu verteilen. Wenn du es schaffst eine 80-20-Teilung einzuhalten (80% andere Inhalte, 20% deine eigenen Inhalte), ist das ideal.

Tipp 10: Starte am Anfang mit wenigen Kanälen, und verbreite gute Beiträge dort aber regelmäßig. Ich empfehle dir erst mal mit einem eigenen Blog zu starten, und mit einem sozialen Netzwerk. Sobald du die Content Curation in Ihren Workflow eingearbeitet hast und gut mit deinen Ressourcen auskommst, kannst du immer noch weitere Kanäle dazunehmen. Ich nutze hier auf meinem Blog beispielsweise das Format „Gern gelesen und geteilt“ – so etwas Ähnliches könntest du auch machen.

Content Curation: Der heilige Gral?

Ich hoffe ich konnte dich davon überzeugen: Content Curation ist eine großartige Möglichkeit für dich deine Marke aufzubauen, dein Image zu stärken und deine Positionierung als Experte weiter voranzutreiben. Dennoch ist das Kuratieren hochwertiger Inhalte natürlich kein heiliger Gral, kein Werkzeug, das direkt und unmittelbar neue Kunden bringt – die Auswirkungen sind eher mittel- bis langfristig zu spüren.

So schrieb beispielsweise mal jemand unter einen von mir auf meinem Facebook-Profil kuratierten Beitrag:

content curation

Das freut mich natürlich sehr – und zeigt, dass meine Strategie funktioniert und auf jeden Fall wahrgenommen wird, auch wenn sich nicht jeder Fan oder Follower so begeistert äußert wie in diesem Fall.

Nun freue ich mich auf deinen Kommentar: Nutzt du Content Curation bisher schon für dein Business? Wenn ja, wie und in welchem Umfang? Welche Fragen hast du dazu, die du gerne von mir beantwortet hättest?

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