Mit der eigenen Facebook-Gruppe zum Experten werden – so geht’s!

facebook gruppe erstellen

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Dieser Gastartikel stammt von Claire Oberwinter von claireoberwinter.com. Mehr über Claire erfährst du in der Autorenbox am Ende dieses Artikels.

An einer Facebook-Seite kommt man als Unternehmer heute kaum noch vorbei. Schon allein für Werbeanzeigen ist eine eigene Unternehmensseite Voraussetzung. Allerdings bedeutet eine Facebook-Seite auch einen gewissen zeitlichen Aufwand. Mit dem „berühmten“ Facebook-Algorithmus, der die Ausspielung der eigenen Beiträge steuert, wird es immer schwieriger, gute Reichweiten und viele Interaktionen zu erzielen.

Um deinen Status als Experte in deinem Gebiet auszubauen, kann daher der Aufbau einer eigenen Facebook-Gruppe Sinn machen. In diesem Artikel erfährst du anhand vieler hilfreicher Tipps, was du dabei beachten solltest.

Vorteile einer Facebook-Gruppe

Der wichtigste Vorteil einer eigenen Facebook-Gruppe ist, dass du dort viel näher an deiner Zielgruppe dran bist. Eine Facebook-Fanpage hat normalerweise eher den Charakter eines „Newsboards“, auf dem du deine Neuigkeiten verbreitest. Es geht dort in der Regel mehr um Außendarstellung. Bei einer Gruppe ist durch den geschützten Raum, der sie umgibt, Kommunikation auf einer persönlichen und auch authentischen Ebene möglich.

An diesem Ort geht es nämlich gerade nicht um die Außendarstellung deines Business, sondern um echten Austausch innerhalb einer Interessensgemeinschaft. So erfährst du sehr viele wertvolle Details über deine Zielgruppe und vor allem von Menschen, die sich vielleicht nicht trauen, etwas in aller Öffentlichkeit auf deiner Facebook-Seite zu posten.

Außerdem wirkt sich in deiner Facebook-Gruppe der Facebook-Algorithmus weniger problematisch aus. Natürlich greift er auch hier, sodass nicht alle Beiträge deiner Gruppe im Newsfeed deiner Mitglieder landen. Aber wer sich ernsthaft für dein Thema und die Diskussionen in deiner Gruppe interessiert, lässt sich über neue Beiträge benachrichtigen oder schaut zumindest regelmäßig aktiv in der Gruppe vorbei. Bei deiner Facebook-Seite wird dir das eher selten passieren.

Kann eine Gruppe eine Seite ersetzen? Ganz klar: Nein! Mit einer Gruppe hast du beispielsweise nicht die Möglichkeit, Werbeanzeigen zu schalten. Aber als Verlängerung der eigenen Facebook-Strategie kann sie durchaus sinnvoll sein.

Strategie

Bevor du „einfach so“ eine Facebook-Gruppe eröffnest, solltest du dir unbedingt ein paar wichtige Fragen beantworten und dir eine Strategie zurechtlegen. Damit eine Gruppe wächst und nicht irgendwann den Tod durch Inaktivität stirbt, brauchst du ein paar Maßnahmen und vor allem ein Ziel, um dir eine aktive Community aufzubauen.

Daher stelle dir unbedingt im Vorfeld diese Fragen:

  • Was ist der genaue Fokus deiner Gruppe?
  • Welchen Mehrwert kannst du anderen mit dieser Gruppe bieten? Aus welchem Grund sollten Leute ausgerechnet in DEINE Gruppe eintreten, wenn es doch (sehr wahrscheinlich) schon andere Gruppen zu diesem Thema gibt? Womit hebst du dich ab?
  • Wen genau möchtest du ansprechen?
  • Welche Inhalte möchtest du verbreiten?
  • Wie soll deine Gruppe heißen?

Wenn du all das für dich geklärt hast, kannst du loslegen und deine Gruppe erstellen.

Must-haves für eine Facebook-Gruppe

Es gibt ein paar Faktoren, die jede Gruppe erfüllen sollte, damit sie erfolgreich ist. Dazu gehören:

Die richtige Privatsphäre-Einstellung

Du kannst bei Gruppen zwischen öffentlichen, geschlossenen und geheimen Gruppen wählen. Was die genauen Unterschiede sind, findest du hier übersichtlich aufgelistet. Die meisten Gruppen, in denen es um persönlichen Austausch geht und mit denen sich jemand einen Expertenstatus aufbauen möchte, sind geschlossene Gruppen.

Für deine Facebook-Gruppe empfehle ich dir diese Einstellung. So wird die Gruppe in der Suche gefunden, aber die Beiträge sind nicht für Außenstehende sichtbar, was einen unbeschwerten Dialog ermöglicht.

Name der Gruppe

Wichtig ist, dass du einen Namen wählst, der das Thema deiner Gruppe eindeutig widerspiegelt. Wenn dein Fokus beispielsweise auf Ernährung liegt, sollte das Wort auch in dem Namen der Gruppe enthalten sein. So wird deine Gruppe bei der Facebook-Suche besser gefunden.

Beschreibung

Außerdem solltest du die Gruppen-Beschreibung so formulieren, dass eindeutig ersichtlich ist, worum es in deiner Gruppe geht. Leute, die sich für die Gruppe interessieren, erhalten so einen guten Eindruck davon, was sie in deiner Gruppe erwartet. Kleiner Tipp: Setze an das Ende der Beschreibung auch den Link zu deiner Website und/oder deiner Facebook-Seite. Somit können sich Interessierte über die Gruppe hinaus über dich informieren.

Art der Gruppe

In den Einstellungen kannst du die „Art der Gruppe“ festlegen (beispielsweise „Reisen“ oder „Hilfe und Unterstützung“). Wähle die Kategorie, die am besten passt. Interessierte sollten unabhängig von der Beschreibung auf den ersten Blick erkennen können, um welche Art von Gruppe es sich handelt.

Markierungen / Tags

Du kannst deine Gruppe mit einer Markierung (auch Tag genannt) versehen. Ein Tag dient dazu, die Gruppe thematisch genauer einzuordnen. Außerdem wird die Markierung für Empfehlungen eingesetzt. Das bedeutet, dass deine Gruppe sichtbarer wird, weil sie im gleichen Atemzug mit anderem Gruppen zu diesem Thema in der Suche oder als Vorschlag angezeigt wird. Das erhöht die Chance, dass deine Gruppe von Interessierten leichter gefunden wird.

Internetadresse

Wie bei einer Facebook-Seite hast du auch bei einer Facebook-Gruppe die Möglichkeit, eine eigene URL für sie einzurichten. Statt also einen Link à la facebook.com/groups/123456789 zu haben, erhält deine Gruppe eine maßgeschneiderte URL (zum Beispiel facebook.com/groups/ernaehrungstipps). Diese URL kannst du in den Gruppeneinstellungen festlegen.

Titelbild

Deine Facebook-Gruppe sollte unbedingt, wie auch dein Profil und deine Facebook-Seite, ein ansprechendes und passendes Titelbild haben. Die richtigen Maße dafür betragen mindestens 400 mal 150 Pixel.

Gruppenregeln

So ziemlich jede Gruppe, die den Fokus auf einen hohen Mehrwert für alle Gruppenmitglieder legt, hat inzwischen eigene Gruppenregeln. Oft werden Regeln im Umgang miteinander, aber vor allem auch mit Werbung festgelegt. Letztere ist in den wenigsten Gruppen gerne gesehen.

Wenn du nicht möchtest, dass Gruppenmitglieder wild eigene Links in deiner Gruppe posten, dann lege dies in den Gruppenregeln fast und handle als Gruppen-Admin auch danach. Dies zu tun, ist schon allein deshalb empfehlenswert, um den Fokus der Gruppe zu bewahren.

Damit die Gruppenregeln für alle sichtbar sind, solltest du direkt nach Eröffnung der Gruppe einen Beitrag verfassen und oben in deiner Gruppen fixieren. Somit ist dieser Beitrag immer der erste, der ins Auge fällt.

Deine Facebook-Gruppe bekannt machen

Jetzt hast du deine Gruppe erstellt und solltest nun schauen, dass interessierte Mitglieder in deine Gruppe kommen. Aber wie schaffst du es, deine Gruppe entsprechend zu promoten? Hier nenne ich dir ein paar Möglichkeiten:

Facebook-Seite: Natürlich solltest du auf deiner eigenen Facebook-Seite umgehend nach dem Start auf deine Gruppe verweisen. Deine Fans, die ohnehin schon von dir begeistert sind, werden sicher sofort Mitglied deiner Gruppe. Auch später solltest du dort regelmäßig auf deine Gruppe aufmerksam machen, damit sie immer wieder ins Sichtfeld deiner Fans gerät und auch neue Fans davon erfahren.

Facebook-Profil: Auch lohnt es sich, in deinem Profil auf deine Gruppe hinzuweisen, vor allem, wenn du viele (potenzielle) Kunden unter deinen Kontakten hast.

Website: Deine Website ist deine digitale Visitenkarte und (hoffentlich) Dreh- und Angelpunkt deines Business. Nutze diese Präsenz, um auch dort einen Hinweis auf deine Gruppe zu platzieren.

Blogbeiträge: In oder unter deinen Blogbeiträgen können Hinweise beziehungsweise Links zu deiner Facebook-Gruppe hilfreich sein, um die Aufmerksamkeit auf deine Gruppe zu erhöhen.

Newsletter: Du hast einen Newsletter? Ich nehme an, wenn du mit Katharina arbeitest, dann ja. ;) Nutze die Kraft deiner Liste, um andere von deiner neuen Gruppe in Kenntnis zu setzen. Ich bin mir sicher, du wirst sofort viele Beitrittsanfragen erhalten. Die Leute auf deiner E-Mail-Liste sind ja bereits an deinen Inhalten interessiert. Sie werden sicher begeistert sein, sich auf diese Weise nun noch leichter mit dir und anderen austauschen zu können!

Signatur: In der Signatur deiner „normalen“ E-Mails (also der, die du nicht über deinen E-Mail-Service-Provider verschickst, sondern über Outlook oder Ähnliches) kannst du ebenfalls einen Hinweis auf deine Gruppe platzieren. Auch die Signatur wird oft gelesen. ;)

Challenge: Eine tolle Möglichkeit, schnell eine Facebook-Gruppe aufzubauen, ist eine Challenge. Katharina hat es unter anderem so gemacht und so innerhalb weniger Tage mehrere hundert Mitglieder für ihre Gruppe gewonnen. Einmal drin, brauchst du die Mitglieder nach der Challenge „nur noch“ bei der Stange zu halten. Das heißt, du solltest deine Expertise auch über die Challenge hinaus gut präsentieren.

Andere Facebook-Gruppen: Auch in anderen Facebook-Gruppen kann es Sinn haben, auf deine Gruppe hinzuweisen, allerdings nicht in Form von plumper Eigenwerbung und auch nicht in konkurrierenden Gruppen. Sicher gibt es Gruppen, in denen sich deine Zielgruppe aufhält. Ich zum Beispiel bin sehr aktiv in der MomPreneurs-Gruppe auf Facebook, in der ich immer gerne Beiträge kommentiere (auch welche, die mit meinem Business gar nichts zu tun haben). Wenn dort eine Frage zu Facebook auftaucht, beantworte ich sie und gebe zusätzlich den Hinweis, dass ich für solche Fragen eine eigene Gruppe gegründet habe. Da ich nicht mit der MomPreneurs-Gruppe direkt konkurriere (weil mein Thema ja ein anderes ist), ist das eine tolle Möglichkeit für mich, die Leute in meine Gruppe zu locken, ohne plumpe Eigenwerbung in einem eigenen Post zu machen (der ohnehin gelöscht werden würde).

Katharinas kostenlose Facebook-Gruppe, in der es um Online-Marketing und Online-Business geht, findest du übrigens hier :-)

Aktivierung der Mitglieder

Jetzt hast du hoffentlich schon die ersten Mitglieder (oder sogar ganz viele auf einmal) in deiner Gruppe und kannst nun loslegen, sie zu aktivieren. Wie oben erwähnt, solltest du in Bezug auf die Inhalte eine Strategie entwickelt haben und dir vorher überlegen, welche Inhalte du in der Gruppe posten möchtest. Hier sind ein paar Ideen für Inhaltsformate, die du nutzen kannst.

Fragen / Umfragen

Fragen beziehungsweise Umfragen sind eine tolle Möglichkeit, deine Mitglieder zu aktivieren und gleichzeitig viel über sie zu erfahren. Mit gezielten Fragen kannst du die Probleme deines Wunschkunden kennenlernen. Dieses Wissen lässt sich für die Weiterentwicklung deiner Produkte und/oder Dienstleistungen nutzen – Marktforschung an vorderster Front also. ;)

Wenn du eine eher offene Frage stellen möchtest, schreibe einfach einen normalen Post. Wenn es dir hingegen mehr darum geht, konkrete Antworten abzufragen, bietet sich die Umfragen-Funktion an. Dort kannst du die Antworten vorgeben und erhältst ein Stimmungsbild zu einer bestimmten Fragestellung. Je nach Frage hast du also unterschiedliche Möglichkeiten, an Antworten zu kommen.

Themenpostings

In den meisten Gruppen sind einzelne Werbebeiträge wie oben erwähnt nicht erlaubt. Wenn du deinen Gruppenmitgliedern trotzdem die Möglichkeit geben möchtest, für sich zu werben, biete ihnen dafür spezielle Posts in der Woche an, in denen sie ihren Content (zum Beispiel den neuen Blogbeitrag, ein Event oder ein besonderes Angebot) als Kommentar posten können.

Somit können sie auf sich aufmerksam machen und vermeidest gleichzeitig nervige Werbeposts. Gleichzeitig erhältst du interessante Links, die dir sonst möglicherweise entgehen würden.

Live Videos

Live Videos sind im Kommen, nicht nur auf Facebook-Seiten! Auch in einer Gruppe kannst du Live Videos nutzen. Katharina hat zum Beispiel während ihrer 5 Tage Wunschkunden Magnet Challenge jeden Tag ein Live Video zur Tagesaufgabe gemacht und aktuelle Fragen aus der Gruppe aufgegriffen und beantwortet. Für mich ist das definitiv ein Best-Practice-Beispiel!

Ein Live Video ermöglicht es dir, aktuelle Themen in der Gruppe zu besprechen und du wirst durch die Live-Präsentation außerdem noch nahbarer für deine Mitglieder. Probiere es aus und trau dich – an Live Videos kommt zukünftig niemand mehr vorbei!

Persönliches

Für viele Gruppenmitglieder ist es wichtig, dich auch als Mensch kennenzulernen. Daher scheue dich nicht davor, auch mal etwas Persönliches in deiner Gruppe zu teilen. Ich mache das bereits mit großem Erfolg auf meiner Facebook-Seite und ich kann es nur jedem empfehlen!

Bei allem Business: Es geht letztendlich immer um den Menschen dahinter. Zeige daher auch mal deine persönliche Seite und gib deinen Mitgliedern Einblicke in deinen Arbeitsalltag. Sie werden es lieben!

Aktiv Hilfe anbieten

Jeder erreicht zwischendurch mal einen Punkt, an dem es hakt und nicht weiter geht, aber nicht jeder traut sich dann, einen Beitrag in einer Gruppe zu posten und um Hilfe zu bitten. Biete daher deinen Fans aktiv deine Hilfe an beziehungsweise die Hilfe der gesamten Community. Somit fühlen sich die „Schüchternen“ eher animiert, ihre Frage zu stellen.

Außerdem entstehen oft ganz tolle Diskussionen und Ideen innerhalb der Community, um bestimmte Probleme zu lösen und die richtigen Impulse zu geben. Das entstehende Gemeinschaftsgefühl ist Gold wert und wird auf lange Sicht deine Gruppe am Leben halten!

Hinweise in eigener Sache

Natürlich kannst du in deiner Gruppe auch Hinweise in eigener Sache loswerden, zum Beispiel indem du Hinweise auf Webinare und anderes gibst. Wie generell auf Social Media gilt: Versuche nicht, etwas direkt zu verkaufen oder zumindest nicht ausschließlich! Bei Social Media geht es primär um den Beziehungsaufbau, um Dialog und Austausch und um den Verkauf eher „hinten herum“.

Wenn du also auf deine eigenen Produkte/Dienstleistungen hinweist, mache es nicht, um etwas zu verkaufen, sondern um deinen Mitgliedern einen Mehrwert zu bieten und sie über die Gruppe hinaus von deiner Expertise zu überzeugen.

Ist deine Gruppe einmal aktiv, solltest du dieses Engagement möglichst hochhalten, indem du selber auf Beiträge und Kommentare reagierst. Nichts ist frustrierender für Gruppenmitglieder als mit einer Frage oder einer Aufforderung im Regen stehen gelassen zu werden. Wenn jemand eine Frage hat, antworte also darauf.

Wenn jemand seine Freude über einen eigenen Erfolg mit der Gruppe teilt, freue dich mit ihm/ihr. Und wenn jemand sich die Mühe macht, deine Beiträge zu kommentieren, bedanke dich beziehungsweise zeige dieser Person, dass du ihren Kommentar wahrgenommen hast. So schaffst du eine nachhaltige Basis für eine aktive Facebook-Gruppe!

Fazit

Deine eigene Facebook-Gruppe ist eine tolle Möglichkeit, noch sichtbarer auf Facebook zu werden und dich noch klarer als Experte in deinem eigenen Gebiet zu positionieren. Aber auch hier braucht es eine gezielte Strategie, Durchhaltevermögen für schwierige Zeiten und etwas Zeit, sowohl für die Pflege als auch für den Aufbau der Community. Das sollte dich aber nicht davon abhalten, deine eigene Gruppe zu gründen! Also leg los!

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