Gastartikel schreiben und veröffentlichen – Wunderwaffe Gastartikel (Teil 2)

Menschenmenge

Regelmäßig Gastartikel zu schreiben und zu veröffentlichen steigert deine Sichtbarkeit im Netz enorm. Foto: picjumbo.com

Gastartikel schreiben und diese auf anderen Blogs veröffentlichen hat viele Vorteile – nicht nur für dich, sondern auch für den Blogger, der deinen Gastartikel erhält. Und für seine Leser natürlich. Damit das Ganze für beide Seiten wirklich fruchtbar ist, gilt es die richtigen Blogs für deine Gastartikel zu identifizieren. Hierüber habe ich im ersten Teil dieser Artikelserie geschrieben.

Du hast nun also einen oder mehrere Blogs gefunden, für die du Gastartikel schreiben möchtest. Und wie geht es jetzt weiter? In diesem Artikel gebe ich Tipps dazu, wie du deine Zielblogs anschreiben kannst. Und besonders wichtig: Wie du die Leser deines Zielblogs auf deinen eigenen führst, gebührend begrüßt und zu deinen eigenen Lesern machst. Bist du bereit? J Dann geht’s jetzt los!

Gastartikel schreiben – So kontaktierst du deine Zielblogs

Wie für jede Form der zwischenmenschlichen Kommunikation gilt auch hier: Mit Freundlichkeit, Ehrlichkeit und Transparenz kommt man meistens weiter. Deshalb werde ich auf diese hoffentlich selbstverständlichen Punkte an dieser Stelle nicht weiter eingehen.

Angenommen du möchtest also einen Gastartikel schreiben und diesen auf deinem Zielblog veröffentlichen. Was tust du als Erstes? Am besten abonnierst du erst mal die Blogartikel dieses Blogs, solltest du das nicht schon längst getan haben. Hierfür eignet sich ein Feedreader wie zum Beispiel Feedly.

Der zweite Schritt ist das regelmäßige Veröffentlichen von sinnvollen (!) Kommentaren auf deinem Zielblog. Der Blogger soll auf dich aufmerksam werden und einen guten ersten Eindruck von dir bekommen. Er wird bestimmt auch mal auf deinem Blog vorbeischauen.

Als dritten Schritt empfehle ich die sozialen Kanäle des Zielblogs zu liken und sich dort ein wenig einzubringen. Das hat auch den Vorteil, dass du ein wenig schauen kannst wie andere Gastartikel von deinem Zielblog „behandelt“ werden. Hierüber habe ich im ersten Teil dieser Artikelserie bereits ausführlich geschrieben.

Der vierte Schritt ist aus meiner Sicht dann die Vorstellungs-E-Mail an deinen Zielblog … naja, natürlich an den Blogger, nicht an den Blog selbst ;) Die könnte in etwa so aussehen:


Hi …,

ich habe deinen Blog abonniert und mag deine Artikel total gern. Mich spricht vor allem … und … an. Besonders gut hat mir der Artikel über … gefallen.

Hör mal, ich habe festgestellt, dass unsere Themen sich ganz gut ergänzen. Deshalb möchte ich dir einen Gastartikel zum Thema … anbieten. Was hältst du davon? In meinem Gastartikel würde ich auf  … und … eingehen.

Ich würde mich riesig freuen wenn das klappt – lass mal deine Gedanken dazu hören. Ich bin auch telefonisch unter … erreichbar.

Viele Grüße
Katharina
http://bloggenfuerschlauefrauen.de


Bitte versteh mich nicht falsch: Ich habe hier sehr locker und in meinem Stil geschrieben. Es geht nur darum ein Beispiel für so eine Kontaktaufnahme zu beschreiben. Selbstverständlich sollst du in deinem eigenen Stil schreiben, und die Angabe einer Telefonnummer ist auch optional. Außerdem kannst du natürlich selbst entscheiden, ob du sofort – wie hier – mit der Tür ins Haus fällst oder erst auf andere Art und Weise mit dem Blogger in Kontakt trittst.

Aber mal Schritt für Schritt:

Im ersten Absatz lobe ich den Blogger beziehungsweise seinen Blog und seine Artikel. Indem ich konkrete Artikel und Dinge angebe, die mir gefallen haben, zeige ich ihm, dass ich seinen Blog auch wirklich lese und nicht nur „blabla“ von mir gebe. Das ist eine vertrauensbildende Maßnahme. Bitte schreib hier nicht irgendetwas rein, wenn du den Blog nicht wirklich liest – der Blogger wird das merken. Und wie oben geschrieben: Ehrlichkeit und Transparenz sind für die Kontaktaufnahme eine Grundvoraussetzung.

Der zweite Teil ist nicht weniger wichtig. Hier beschreibe ich die Gemeinsamkeiten, die ich zwischen meinem Zielblog und meinem eigenen Blog sehe. (Dass es in den wenigsten Fällen sinnvoll ist als Technikblogger auf einem Kosmetikblog einen Gastartikel zu schreiben, habe ich im ersten Teil bereits erwähnt.) Und vor allem gebe ich einen konkreten (!) Vorschlag für einen Gastartikel und gebe sogar schon den ungefähren Aufbau beziehungsweise Inhalt des Gastartikels an.

Warum ist das wichtig?

Nun, ich kann aus eigener Erfahrung sagen, dass unkonkrete Anfragen und Angebote von Gastartikeln ziemlich nervig sind. Einfach weil sie Zeit kosten. Wenn ich anderen Bloggern die Möglichkeit gebe sich meinen Lesern vorzustellen und vielleicht sogar einen Backlink zu setzen, erwarte ich, dass mir ein konkreter Gastartikelvorschlag unterbreitet wird. Immerhin sollen Gastartikel uns doch Arbeit abnehmen und nicht zusätzliche Arbeit machen, oder? ;) Außerdem wirst du dich mit einem konkreten Vorschlag und einer voraussichtlichen Gliederung von den meisten anderen Gastartikelanfragen abheben und das fällt auf – positiv natürlich.

Am Ende schreibe ich noch einen kurzen Satz und bringe meine Freude über die hoffentlich stattfindende Zusammenarbeit zum Ausdruck ;) Die Angabe meiner Telefonnummer ist ebenfalls eine vertrauensbildende Maßnahme: Ich zeige, dass ich ein echter Mensch bin und kein Roboter. Und dass ich mich nicht hinter einer E-Mail-Adresse verstecke, sondern „anfassbar“ bin – zumindest über das Telefon ;)

Vertrau mir: Ich hatte gerade vor Kurzem ein wunderbares Telefongespräch mit einem anderen Blogger. Wir schrieben erst kurz über Facebook und irgendwie gab es viel zu erzählen. Daraufhin rief er mich an. Aus dem „kurz mal erklären“ wurde ein zweieinhalb stündiges Telefonat, das ich extrem genossen habe! So etwas können E-Mail und Facebook-Chat einfach nicht ersetzen. Wenn du auf solche Beziehungen Wert legst, probier es einfach mal aus.

Du hast nun also deinen Zielblog angeschrieben, er ist begeistert von deiner Idee und du hast deinen Gastartikel geschrieben. Soweit, so gut. Nun stellt sich aber die Frage: Wie kriegst du die Leser des Zielblogs auf deinen Blog?

Gastartikel schreiben – So führst du neue Leser auf deinen Blog

Die wichtigste Maßnahme ist wohl ein Backlink zu deinem Blog, ganz klar. Ob du einen Backlink setzen darfst und wie dieser aussehen kann, solltest du im Voraus mit deinem Zielblog abklären.

Ich empfehle zu einem eigenen Artikel zu verlinken, der thematisch passt. Ein Beispiel: Du schreibst einen Gastartikel zum Thema Facebook auf einem anderen Blog. Darin verlinkst du natürlich am besten zu einem anderen Artikel über Facebook auf deinem eigenen Blog – denn die Wahrscheinlichkeit, dass die Leser deines Gastartikels das Thema interessiert, ist natürlich groß. (Sonst würden Sie deinen Gastartikel schließlich nicht lesen!)

Übrigens: So ein Link zu einem themenverwandten Beitrag funktioniert in der Regel immer besser als ein Link zu deiner Blog-Startseite. Du kannst natürlich beide Varianten ausprobieren. Der Erfolg ist aber von vielen Faktoren abhängig, denn nicht jeder Leserkreis ist gleich.

Eine andere Möglichkeit ist eine so genannte Landing Page. Was Gastartikel betrifft, kann ich von dieser Möglichkeit leider nur theoretisch berichten – selbst ausprobiert habe ich sie noch nicht. Aber das wird in nicht allzu ferner Zukunft mit Sicherheit passieren.

Was ist eine Landing Page?

Eine Landing Page ist im Grunde eine Seite auf deiner Website oder auf deinem Blog, die den Besucher zu einer ganz konkreten Handlung bringen soll. Landing Pages haben meistens keine Navigation, sondern sind extrem reduziert auf die Handlungsaufforderung, die so genannte „Call to Action“ (CTA). Damit der Besucher nicht von der CTA abgelenkt wird, ist die Landing Page auch so reduziert. Die CTA könnte zum Beispiel lauten „Jetzt anmelden“ (für eine Newsletter-Registrierung) oder „Jetzt downloaden“ (für einen Download) oder auch „Hier kaufen“ (für einen Verkauf, klar).

Sehr gut hat es meines Erachtens Markus Cerenak gemacht.

Er hat auf Zendepot.de einen Gastartikel zum Thema Vermögensbildung veröffentlicht. In diesem Artikel verlinkt er auf eine Landing Page auf seinem Blog. Klickt der Leser seines Gastartikels bei Zendepot auf den Link zu Markus’ Landing Page, sieht er eine sehr schöne, klar gehaltene Seite. Er wird sogar von Markus persönlich begrüßt – mit einem Video, das er extra und ganz allein für die Besucher aufgenommen hat, die von Zendepot auf seinen Blog gekommen sind. Hier fällt sofort auf, wie viel Mühe sich Markus gegeben hat – und das merken auch die Leser von Zendepot.

Screenshot Landing Page von Markus Cerenak

Landing Page für Gastartikel-Leser von Markus Cerenak

Besonders wichtig: Unter dem Video und der Begrüßung hat Markus eine Box gesetzt, wo die Leser von Zendepot seinen Newsletter abonnieren können. Als Profi-Bogger hat er natürlich auch eine Seite namens „Starte hier“ – ich wette viele Leser, die von Zendepot auf seinen Blog gekommen sind, klicken auf diesen Navigationspunkt. Und schauen sich um. Und genau dann hat Markus sein Ziel erreicht. (Ja, ich weiß: Ich sagte vorhin, Landing Pages hätten normalerweise keine Navigation. Das ist aber unterschiedlich und im Falle von Markus und Zendepot ist die Navigation durchaus sinnvoll, wie du siehst.)

Fazit

Die Kontaktaufnahme mit deinen Zielblogs sollte wohl kein großes Problem darstellen, solange du dich freundlich und ehrlich verhältst :) Ein Beispiel wie so ein Anschreiben aussehen könnte, habe ich dir gegeben.

Schwieriger ist es schon die Leser deines Zielblogs auf deinen eigenen Blog zu lotsen. Ich hoffe ich konnte dir hier einige gute Anregungen dazu geben.

Und jetzt bin ich gespannt auf deine Erfahrungen:

Wie gehst du vor, wenn du Gastartikel schreiben willst und dafür Kontakt zu anderen Bloggern aufnimmst? Und wie schaffst du es, dass die Leser deiner Gastartikel auf deinem Blog vorbeischauen? Teile deine Erfahrungen mit uns und hinterlasse einen Kommentar.

Hinweis: Das war der zweite Teil der Artikelserie über Gastartikel. Der dritte Teil erscheint am Montag, dem 6. Oktober 2014 und beschäftigt sich mit dem Thema „Wie bekomme ich qualitativ hochwertige Gastartikel auf meinen eigenen Blog“. Schau also spätestens am 6. Oktober 2014 wieder hier vorbei – oder abonniere am besten meine Artikel per E-Mail (siehe Sidebar rechts).

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