Kosten beim Bloggen – Der komplette Guide

Geldscheine zwanzig Euro und zehn Euro als Titel des Artikels Kosten beim Bloggen

Hast du einen Überblick über deine Kosten beim Bloggen? Foto: PublicDomainPictures / pixabay

Bloggen ist nicht kostenlos.

Das ist ein Märchen.

Befragt man den Google Keyword Planner nach Suchwörtern, die mit dem Thema „Bloggen“ in Verbindung stehen, findet man häufig Kombinationen mit dem Begriff „Geld verdienen“. Doch dass es auch Kosten beim Bloggen gibt, wird besonders am Anfang gern verschwiegen. Wer seinen Blog als Marketing-Kanal für Produkte oder Dienstleistungen nutzt, wird aber um einige Kosten nicht herumkommen.

Der heutige Blogartikel sieht sich als Augenöffner für all diejenigen, die mit dem Gedanken spielen einen professionellen Blog zu starten oder gerade mit dem Bloggen begonnen haben. Er gibt einen Überblick über alle Kosten, die beim Bloggen entstehen können und gibt an, wie wahrscheinlich diese auftreten werden. So kannst du die Kosten, die dich (vielleicht) erwarten, besser einschätzen und ein Budget für deinen Blog planen. Viel Spaß beim Lesen!

Überschrift Hosting und Domain

Kosten: günstig
Wahrscheinlichkeit: hoch

Natürlich kannst du auch einen Blog bei WordPress.com oder bei Blogger starten, dann kostet dich das Hosting nichts. Allerdings hast du hier nur eine eingeschränkte Kontrolle über deinen Blog. Gerade wenn du ihn als Marketing- oder PR-Kanal nutzen möchtest, ist diese uneingeschränkte Kontrolle aber extrem wichtig. Deshalb empfehle ich dir ein eigenes Hosting-Paket zu buchen und dort deine bevorzugte Blogsoftware zu installieren (WordPress!) ;)

Für Einsteiger: One-Click-Installation von WordPress

Ich persönlich bin bei All-Inkl.* Hier bin ich sehr zufrieden. Hier erhältst du ab 4,95 Euro pro Monat eine Domain, eine Datenbank (die brauchst du in der Regel um Blogsoftware zu installieren) und einen hervorragenden Service – selbst sonntags nachts um 3 Uhr kannst du bei All-Inkl anrufen, falls du Probleme hast. Wo findet man sowas heute schon noch?

Sollte dein Hosting keine .de-Domain enthalten, musst du diese extra bezahlen. Eine .de-Domain kostet in der Regel etwa 10 Euro pro Jahr.

Fazit: Hosting und Domain – dies sind verschmerzbare Kosten, die sich wohl fast jeder leisten kann. Dafür ist die Wahrscheinlichkeit, dass du diese Kosten tragen musst, auch sehr hoch – zumindest dann, wenn du selbst hosten willst.

Überschrift Blogdesign

Kosten: mittel bis teuer
Wahrscheinlichkeit: hoch

Klar, auch kostenlose Blogdesigns gibt es wie Sand am Meer. Aber mal ehrlich: Sie sind oft viel zu unflexibel und häufig schlecht programmiert. Abgesehen davon ist das Blogdesign ein sehr wichtiges Alleinstellungsmerkmal eines Blogs und sollte nicht lieblos sein, sondern zum Lesen einladen. Selbst die allerbesten Artikel nützen nichts, wenn jeder Besucher, der über Google kommt, deinen Blog sieht und anschließend traumatisiert in einer Ecke hockt ;) Und je günstiger ein Blogdesign ist, desto mehr Leute nutzen es …

Günstig: Fertiges Theme kaufen und anpassen (lassen)

Die Kosten für Blogdesigns variieren stark. Ich empfehle das Genesis Framework und ein schönes Blogdesign bei Studiopress zu kaufen, denn ein fertiges Theme zu kaufen und auf das eigene Corporate Design anzupassen (oder anpassen zu lassen) ist häufig die günstigste Variante. Wenn du in einem Unternehmen bloggst, gibt es bei euch vielleicht auch eine Abteilung, die für ein zur Firmenwebsite passendes Blogdesign sorgt – hier kommen eher wenig bis keine zusätzlichen Kosten dazu (vom Personalaufwand mal abgesehen). Als Selbständige/r hast du vielleicht bereits einen externen Dienstleister (siehe unten), den du mit einem Blogdesign beauftragen kannst – das könnte schon teurer werden.

Fazit: Um ein schönes Blogdesign kommt kein (!) professioneller Blogger herum – hier entstehen definitiv Kosten. Wenn auch vielleicht nicht für das Design an sich, aber früher oder später für Anpassungen, die man vornehmen lassen möchte.

Überschrift E-Mail Marketing

Kosten: mittel bis teuer
Wahrscheinlichkeit: mittel

The power is in the list – und die Richtigkeit dieser Redewendung gilt nach wie vor! Wer professionell bloggen möchte, sollte lieber früher als später eine E-Mail-Liste einrichten und aufbauen. Die Vorteile liegen auf der Hand: Wer dir seine E-Mail-Adresse gibt, vertraut dir – zumindest ein Stück weit – und möchte mehr von dir. Du kannst deine Abonnenten zum Beispiel über neue Artikel informieren oder ihnen Fragen stellen, die dich zu neuen Artikeln inspirieren und Ähnliches.

Mittlerweile gibt es sehr viele E-Mail Marketing-Anbieter am Markt, mit ganz unterschiedlichen Preisstrukturen. Ich empfehle nach wie vor Mailchimp*: Hier kannst du kostenlos bis zu 1.000 Empfänger anschreiben. Werden es mehr als 1.000 oder möchtest du spezielle Features wie Autoresponder nutzen, zahlst du ab etwas über 7 Euro monatlich.

Alle Anbieter haben Vor- und Nachteile

Bei Anbietern wie Klick-Tipp wird es schnell teurer, hier liegt der günstigste Tarif derzeit bei 27 Euro pro Monat. Dennoch hat natürlich jeder Anbieter Vor- und Nachteile, hier liegt es ganz bei dir, welche Features du wirklich benötigst. Andere E-Mail Marketing-Anbieter sind beispielsweise AWeber oder CleverReach aus Deutschland.

Fazit: E-Mail Marketing-Anbieter gibt es viele und die Preisstrukturen sind sehr unterschiedlich. Am besten erst überlegen welche Features man braucht, mit einem kostenlosen Tarif starten und erst zur kostenpflichtigen Variante greifen, wenn es nötig wird – das kostet etwas Zeit, spart aber Geld.

Überschrift Plugins

Kosten: günstig bis mittel
Wahrscheinlichkeit: mittel

Plugins machen WordPress zur beliebtesten und meistgenutzten Blogsoftware überhaupt: Mit Hilfe von Plugins kann jeder seinen Blog bis ins kleinste Detail anpassen, auch mit wenig oder gar keinen Programmierkenntnissen. Dass gute, fehlerfreie, umfangreiche Plugins aber nicht immer kostenlos zu haben sind, liest man selten irgendwo. Ich persönlich finde das völlig ok, doch man sollte sich vor dem Start eines Blogs darüber im Klaren sein.

Die meisten Plugins sind natürlich kostenlos, doch oft gibt es eine Premium-Version mit vielen extrem nützlichen Features, auf die man nicht verzichten möchte. Hin und wieder sind auch Plugins darunter, die in ihrer kostenlosen Version kaum nutzbar sind, weil ihnen wichtige Funktionen fehlen. Außerdem sollte man im Hinterkopf behalten, dass kostenlose Plugins häufig „nach Hause telefonieren“ und man hier auf anderem Wege für die Dienste des Entwicklers „bezahlt“ …

Kosten für Plugins sind meist einmalige Kosten

Die Kosten für Plugins sind meist nur einmalig, variieren aber sehr stark und können nicht pauschal bewertet werden. Ich habe für Plugins schon zwei, drei Euro bezahlt, genauso aber auch schon 20 Euro. Nach oben hin sind hier kaum Grenzen gesetzt. Ich empfehle ein monatliches Budget für Plugins festzulegen und dieses möglichst nicht zu überschreiten. Bringt der Blog beziehungsweise das eigene Produkt/die eigene Dienstleistung Geld ein, kann das Budget natürlich mit der Zeit erhöht werden.

Fazit: Plugins bieten viele Vorteile, doch richtig gute Plugins sind selten kostenlos zu haben. Entweder ein monatliches Budget für Plugins festlegen, oder auf die kostenpflichtigen Plugins ganz verzichten (wenn möglich).

Überschrift Tools

Kosten: mittel bis teuer
Wahrscheinlichkeit: hoch

Wir kennen sie alle – Tools wie Evernote, Trello und Co., die uns den Arbeits- beziehungsweise Blogger-Alltag extrem erleichtern und schöner machen. Mit manchen lassen sich Zeit sparen, andere dienen dem störungsfreien Schreiben – letztlich sind sie aber selten komplett kostenlos.

Über all die Tools, die ich nutze, kann ich bald schon ein Buch schreiben. Darunter sind Tools, deren Free-Version ich nutze und damit absolut zufrieden bin. Aber manche Tools müssen monatlich bezahlt werden, beispielsweise Dashboard-Tools wie GeckoBoard oder Social Media Management-Tools wie Buffer.

Am Anfang brauchst du noch nicht viele Tools, aber …

Die Kosten variieren auch hier sehr stark, ebenso wie bei den Plugins lassen sich kaum Pauschaleinschätzungen vornehmen. Der Knackpunkt: Die Notwendigkeit vieler Tools erschließt sich erst mit der Zeit. Fängt man erst an zu bloggen, braucht man kein umfangreiches Analysetool oder gar ein Dashboard-Tool. Später, wenn man beginnt Newsletter-Anmeldungen und Social Media-Kanäle zu überwachen, sieht das schon ganz anders aus.

Fazit: Wer seinen Blog als Marketing-Kanal für Produkte und/oder Dienstleistungen nutzen möchte, sollte bereits vor dem Start überlegen, welche Tools er braucht und vorab mögliche Kosten kalkulieren. Auch hier empfiehlt sich die Festlegung eines monatlichen Budgets.

Überschrift Dienstleister

Kosten: teuer
Wahrscheinlichkeit: mittel

Du bist bestimmt versucht diesen Punkt zu überlesen, oder? Bitte tu’ es nicht! Früher oder später kommt bei jedem professionellen Blogger der Punkt, an dem er externe Dienstleister beauftragen muss oder gar Leute fest einstellen muss: Sei es zum Korrekturlesen (längerer) Blogartikel, zum Übersetzen derselben oder zum Erstellen eines Logos, Blogdesigns oder, oder, oder.

Dass dies keine Seltenheit ist, zeigt beispielsweise Christian Häfner in seinem Artikel darüber, wie er Blogartikel schreibt und wer ihm dabei alles hilft. Auch Digitalunternehmer Jens Hetke arbeitet laut eigener Aussage mit virtuellen Assistenten, die ihm einiges an Arbeit abnehmen: Delegiert werden können beispielsweise Aufgaben wie Bildrecherche, Keywordrecherche oder die technische Wartung des Blogs (Blogsoftware und Plugins aktualisieren, Konfigurationen, Backups) und vieles mehr.

Personenarbeitsstunden sind teuer

Auch die Kosten für externe Dienstleister jeglicher Art sind sehr unterschiedlich, wobei Personenarbeitsstunden generell immer eher teure Ausgaben sind. Doch das ändert nichts daran, dass es keinen Blogger, Social Media- oder Community Manager auf der ganzen Welt gibt, der alles selbst tun kann: Selbst wenn er es kann, wird das Ergebnis häufig ungleich schlechter sein, als wenn ein Externer mit mehr Erfahrung Dinge in die Hand nimmt.

Fazit: Kosten für externe Dienstleister fallen früher oder später für jeden (Unternehmens-)Blogger an. Jede Beauftragung will gut überlegt sein, doch in den meisten Fällen wird sich die Ausgabe lohnen: Man sollte das tun, was man selbst am besten kann – alles andere delegiert man. Im Idealfall.

Meine Empfehlung

Wie du siehst, ist das Bloggen nicht unbedingt kostenlos – früher oder später wirst auch du für deinen Blog Geld ausgeben müssen, in welcher Form auch immer.

Meine Empfehlung an dich:

Notiere dir alle Kosten – sowohl die regelmäßigen, als auch die einmaligen. So behältst du den Überblick. Das Gleiche kannst du natürlich auch mit deinen Einnahmen tun, sofern diese sich problemlos auf den Blog zurückführen lassen. Notiere dir ebenfalls ein monatliches Budget für jeden Bereich oder ein Gesamtbudget für deinen Blog pro Monat, das du nicht überschreiten möchtest. So halten sich die Kosten in Grenzen – denn ich weiß nicht wie es dir geht, aber ich bin doch manchmal recht fix dabei Geld für ein schönes neues Tool auszugeben … pfeif ;)

Jetzt bist du dran: Wie viel gibst du monatlich im Schnitt für deinen Blog und das ganze „Drumherum“ aus? Hast du einen kompletten Überblick über die Kosten deines Blogs oder verdrängst du sie? ;)

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