SEO für Bilder – Der große Guide für deinen Blog [mit Checkliste zum Download!]

Dieser Gastartikel stammt von Nadine Kabelitz.
Mehr über Nadine findest du in der Autorenbox am Ende dieses Artikels.

SEO für Bilder zeigt Suchmaschinen den Weg

Bestimmt weißt du es längst: Suchmaschinen stehen auf hochwertigen Content – auch Bilder zählen dazu. Leider gibt es da ein Problem: Sie können zwar Texte lesen und zielgerichtet auswerten, bei Bildern tappen sie aber im Dunkeln. Ich zeige dir in diesem Beitrag, wie du es den Suchmaschinen leichter machst deine Bilder als sinnvollen Teil deiner Inhalte zu erkennen.

Warum Bilder wichtig sind

Kennst du den Ausspruch “Images speak louder than words? Manchmal kann man mit einem Bild besser den Sinn einer Aussage treffen oder mehr Emotionen vermitteln, als nur mit Worten. Bilder sind nicht nur für SEO nützlich, sondern eine tragende Säule deiner Kommunikationsstrategie.

Kommen in deinem Text Bilder vor, ist es einfacher, die Inhalte über Social Media Kanäle zu teilen. Infografiken sind besonders beliebt und werden oft geteilt. Sie gelten aus diesem Grund als “Link Bait” – etwas so Anschauliches und Kompaktes wie eine Infografik lädt zum Teilen ein. Je öfter dein Bild geteilt wird, desto mehr Backlinks (Rückverweise) erhält die Seite. Das kann sich positiv auf das Ranking auswirken.

In der Universal Search von Google werden neben den normalen Weblinks auch Nachrichten, Videos und Bilder angezeigt. Je nach Suchbegriff erscheint oben rechts ein Auszug aus der Bildersuche. Die besten Platzierungen der Bildersuche schaffen es hier also an eine prominentere Stelle als die Ergebnisse der Websuche! Nach einer Studie von Search Metrics[1] werden bei ca. 44% der Keywords Bilder in die Anzeige der Universal Search integriert.

Universalsuche bei Google

Oben rechts werden bei 44% der Suchbegriffe Bilder angezeigt.

Auch die Bildersuche selbst ist ein Ort, an dem deine Bilder ganz vorn mit dabei sein können – möglicherweise mit einer besseren Platzierung als in der Websuche, solange die “Konkurrenz” noch nicht viel mit Bilder-SEO anzufangen weiß.

Wie du SEO für Bilder einsetzen solltest

Achte darauf, dass Bilder und Text eine Sinneinheit bilden. Optimiere nicht für Robots, sondern für Lesende. Der Text, der die Bilder umgibt, wird mit selbigen in Verbindung gebracht – sowohl vom Menschen, als auch von Suchmaschinen. Sie gehen davon aus, dass der umliegende Text einen Bezug zu dem darin eingebetteten Bild hat. Wenn dein Text einen Bezug zum Bild hat, enthält er auch die entsprechenden Keywords – danach suchen die Robots. Und auch deine Leser werden einen gewissen Zusammenhang von Text und Bild erwarten.

Die folgenden acht Abschnitte enthalten einige Termini, die für absolute Laien vielleicht abschreckend klingen mögen. Ich möchte dir die Scheu davor nehmen. Am Ende des Beitrags gibt es eine Checkliste, mit der du selbst jeden Punkt abarbeiten kannst. Bald wirst du alles verinnerlicht haben und SEO für Bilder passiert nebenbei. Es lohnt sich, am Ball zu bleiben.

SEO in Dateinamen

Hast du schon einmal “DSC 1558.jpg” gegoogelt? So oder ähnlich sieht ein Dateiname aus, wenn das Bild direkt von der Speicherkarte auf den Blog geladen wird. Du wirst ein Sammelsurium von Bildern finden, die nicht viel gemeinsam haben, bis auf die Tatsache, dass es sich wahrscheinlich um das 1558. Bild handelt, das mit einer Kamera geschossen wurde.

Wenn du dein Bild in deinem Blogbeitrag benutzen willst, lade es auf deine Festplatte und benenne es um. Schon im Dateinamen sollte dein Suchbegriff auftauchen.
Einzelne Wörter trennst du mit einem Bindestrich, denn dieser wird von den Suchmaschinen als Leerzeichen interpretiert. Vermeide Sonderzeichen und Umlaute, hier besteht die Gefahr, dass dein Bild nicht im Browser angezeigt werden kann.

Der Dateiname könnte z.B. “seo-fuer-bilder.jpg” lauten, mit diesem Dateinamen wird es unter dem entsprechenden Suchbegriff auch in der Bildersuche erscheinen.

Dateigröße der Bilder

Die Dateigröße ergibt sich meist aus einem Kompromiss zwischen vertretbarer Ladezeit und angemessener Qualität.

Während Nutzer mobiler Geräte unterwegs nicht lange warten möchten und Suchmaschinen die Geschwindigkeit deiner Seite in das Ranking einbeziehen, willst du auch anspruchsvollen Augen etwas bieten.
Retina-Displays und 4k-Monitore sind zwar noch nicht weit verbreitet, aber deutlich auf dem Vormarsch. Matschpixel wegen zu geringer Auflösung sind da ein Graus.

Mindestens 300 px[2] Kantenlänge sollten deine Bilder besitzen, zwischen 600 und 900 px sind in der Regel ausreichend.

Was ist das beste Seitenverhältnis?

Es gibt keine allgemeingültige Antwort. Im Moment werden Bilder optimal und ohne Beschnitt in der Google Bildersuche dargestellt, wenn sie ein Seitenverhältnis von 4:3 besitzen und im Querformat vorliegen.
Hochformatige Bilder werden in der Bildersuche stiefmütterlich behandelt und treten optisch in den Hintergrund. Du erkennst das Problem gut auf meinem Screenshot. Das rot eingefärbte Bild ist kaum im Detail zu erkennen, ein Foto im Querformat wird jedoch gut sichtbar angezeigt.

Google Bildersuche

Verwende für die Optimierung bei der Google Bildersuche am besten das Querformat.

Für Pinterest gelten ganz andere Regeln. Hier können Bilder anscheinend gar nicht lang genug sein. Hochkantfotos haben einen klaren Vorteil, man lässt ihnen genügend Platz. Im Screenshot habe ich alle Bilder mit Grau abgedeckt, damit du die Größenverhältnisse besser vergleichen kannst. Das längste Bild habe ich mit Grün abgedeckt – das Bild darunter, das ich mit Rot bedeckt habe, fällt dagegen kaum auf – oder?

Hochkantbilder bei Pinterest bevorzugt

Bei Pinterest werden hochkantige Bilder bevorzugt.

Recherchiere, welches Seitenverhältnis auf den Plattformen bevorzugt wird, auf denen du die meisten Inhalte teilst und richte dich darauf ein. Je nach Plattform werden sie quadratisch (1×1), im Format 4:3, in 1,91:1 (das optimale Seitenverhältnis für die Linkvorschau bei Facebook!) oder in 16:9 bevorzugt.

Verwendest du mehrere Bilder in deinem Beitrag, so setzt du am Besten auf eine gute Mischung der Formate. Schließlich ist es wichtig, dass deine Bildinhalte auf mehreren Social Media-Kanälen gut geteilt werden können – je nachdem, wie aktiv und an welcher Stelle deine Leser die Inhalte weiterleiten.

Ach, und wenn du schon dabei bist, deine Bilder für das Teilen zu optimieren, dann vergiss’‘ nicht deine Besucher zu selbigem aufzufordern! ;)

Das alt-Attribut

Wenn du in WordPress einen Beitrag verfasst, kannst du den Text schon so sehen, wie er später auch auf dem Blog erscheinen wird. Zusätzlich kannst du aber auch in einen Teil des Quellcodes schauen. Du findest bei Bildern Zeilen, die mit “<img …” beginnen. Hier hält sich mit großer Wahrscheinlichkeit auch das alt-Attribut auf.
Das “alt” steht für alternative und “Attribut” bedeutet in diesem Zusammenhang, dass es sich um ein Bestandteil eines HTML-Tags handelt (genauer gesagt, das <img>-Tag, mit dessen Hilfe Grafiken eingefügt werden können).
Keine Sorge, du musst jetzt keine HTML-Kenntnisse hervorkramen, WordPress macht es dir sehr einfach:

Wenn du ein Bild hochlädst, gibt es Eingabefelder zur Beschriftung der Grafik (im Screenshot gelb markiert). Hier findest du auch das Feld ““Alternativtext“”. Alles, was du dort einträgst, kommt in das alt-Attribut und wird von den Suchmaschinen mit größter Neugier untersucht.

Die Attribute title und alt bei WordPress

Bei WordPress gibst du hier das alt- und das title-Attibut ein.

Eigentlich ist der Alternativtext für Menschen gedacht, die im Browser keine Bilder angezeigt bekommen oder einen Screenreader benutzen. Der Text sollte in erster Linie das Bild beschreiben oder sogar als Ersatz dafür herhalten können. Aus diesem Grund ist das alt-Attribut für die Suchmaschinen von so großer Bedeutung.

Bringe hier deine wichtigsten Keywords unter – übertreibe es dabei aber nicht. Versuche in wenigen Worten die Bildaussage zu treffen. Alles andere läuft Gefahr, als Keyword-Stuffing abgestraft zu werden.

title-Attribut

Neben dem Alternativtext gehört zu jedem Bild auch ein passender Titel. Alles, was du in das Feld “Titel” eingibst, wird als Tooltip angezeigt, den man sieht, wenn man kurz mit dem Mauszeiger über dem Bild stehen bleibt.

Das title-Attribut ist ein guter Ort, um Synonyme deines Keywords oder Ergänzungen zum Alternativtext zu platzieren.

Eine Wiederholung des Keywords wäre hier nicht sinnvoll, denn es könnte als Keyword Stuffing betrachtet werden.

Exif-Daten

Exif-Daten werden von Digitalkameras innerhalb der Bilddatei gespeichert. Deine Kamera schreibt bei der Aufnahme gewissenhaft Aufnahmedatum, Belichtungszeit und Brennweite mit. Auch Copyright-Informationen, Autor und Titel des Bildes kannst du in dem Exif-Daten hinterlegen.

Spielt das eine Rolle für SEO? Nun, im Moment ist es Google egal – Matt Cutts[3] (Spam-Bekämpfer bei Google) schließt jedoch nicht aus, dass diese Informationen eines Tages doch verwendet werden. Wer vorsorgen will, kann die Exif-Daten in Windows über Rechtsklick – “Eigenschaften” anpassen oder mit Software wie Picasa oder Adobe Bridge die Daten editieren.

Das richtige Unterverzeichnis

Nimmst du es sehr ernst mit SEO? Dann steck’’ deine Bilder in das passende Unterverzeichnis. Standardmäßig sind alle Bilder deines WordPress-Blogs in der Mediathek oder unter dem Pfad “…/uploads/YY/MM/…” zu finden.

Optimal wäre es allerdings, wenn du zum Beispiel deine Katzenfotos z.B. unter “…/katzen/katze-frisst-ball.jpg” ablegen könntest. Dabei wäre ““Katzen“” der Oberbegriff beziehunsweise der Name des Bild-Verzeichnisses, das du für deine Katzenbilder angelegt hast.
Das Verzeichnis, in dem dein Beitragsbild liegt, sollte einen Oberbegriff enthalten oder ein Keyword, auf das du deine Seite generell optimieren möchtest.

Damit dies auch in WordPress funktioniert, installierst du das PlugIn “NextGen”. Es ist kostenlos und bietet dir die Möglichkeit, Unterverzeichnisse für Bilder anzulegen, die du selbst benennen kannst.

So steigerst du die Chancen darauf, dass jemand bei der Suche nach deinem Keyword auf deinen Blog stößt.

Worauf kommt es bei der Gestaltung an?

Ein Bild sollte immer einen Nutzen haben, einen Mehrwert darstellen, den Text bereichern.

Du hilfst mit Bilder-SEO im besten Fall dem Ranking ordentlich auf die Sprünge, doch ist der Mensch am anderen Bildschirm entscheidend. Die Inhalte sollten bei deinem Leser eine Wirkung entfalten. Da Suchmaschinen daraufhin optimiert werden, hilfreiche Inhalte zu finden, solltest du dein Bestes geben und dich jedes Mal fragen, welchen Nutzen der Leser aus deinem Blog ziehen kann.
Für deine Leser spielt es eine entscheidende Rolle, wie gut der Bildinhalt zu erkennen ist.

Ist das Bild unscharf, schlecht ausgeleuchtet oder werden Farben falsch dargestellt, obwohl sie für den Betrachter entscheidend sind (zum Beispiel verfälschte Farben bei Kleidung oder Make-up)? Sobald es darauf ankommt, die Realität einigermaßen korrekt wiederzugeben, solltest du keine falschen Kompromisse eingehen. Also verwende lieber die Kamera, statt das Handy zu zücken und fotografiere bei gutem Licht, anstatt mit der Schreibtischlampe Vorlieb zu nehmen.

Hat das Bild einen emotionalen Charakter, soll es motivieren oder ist die Ästhetik der Grund, weshalb du es verwenden möchtest? Auch hier ist es wichtig, dass jeder die Aussage erfassen kann. Prüfe vorher, ob das Bild auch in kleinerer Darstellung noch gut genug zu erkennen ist, denn es gibt bestimmt auch Smartphone-Nutzer in deiner Leserschaft.

Bevor du die Grafiken und Bilder erstellst, solltest du dich in der Bildersuche umsehen. Gib’ den Suchbegriff ein, unter dem dein Beitrag gefunden werden soll und schau’’, was andere zu dem Keyword bereits bieten.

Ein Mehrwert allein genügt noch nicht – steche aus der Masse hervor und du findest Beachtung. Beispiele hierfür sind:

  • besonders hohe Qualität
  • ein interessanteres Aussehen als der Rest
  • eine starke emotionale Botschaft

Fazit

SEO für Bilder Checkliste

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Ich habe eine kleine Checkliste erstellt, in der du alle SEO-Maßnahmen für Bilder in deinem WordPress-Blog auf einen Blick sehen kannst. Nimm’ sie dir mit, drucke sie aus oder teile sie wo es dir gefällt.

Bei allen Inhalten, die du für deinen Blog erstellst, solltest du das Interesse deiner Leser an erster Stelle sehen. Bringt dein Blog anderen einen Nutzen, erfüllt er die beste Voraussetzung, Verbreitung zu finden.
Die zweite Voraussetzung? Hab‘ Spaß, an dem, was du tust. Das sollte auch Aspekte der Suchmaschinen-Optimierung einschließen. Wenn du mit einem Gefühl der Genugtuung die Bildersuche durchstöberst und deine Werke weit oben erscheinen, hat sich der Aufwand (der hoffentlich bald keiner mehr ist) gelohnt.

 

Ich würde mich sehr über ein Feedback zu diesem Artikel freuen. Er ist der erste seiner Art, den ich verfasst habe und ich frage mich, ob er so hilfreich ist, wie ich es in zahlreichen Absätzen von anderen eingefordert habe. Hast du vielleicht noch zusätzliche Tipps für Bilder-SEO oder Fragen zum Thema? Hinterlasse bitte einen Kommentar, ich helfe gern!

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