Warum ein gratis E-Book KEIN guter Weg ist Newsletter-Abonnenten zu gewinnen

Es scheint ein neuer Trend zu sein – übrigens ein Trend, der in Amerika schon längst wieder vorbei ist: Gratis E-Books als Freebies für neue Newsletter-Abonnenten! Ständig sehe ich Blogs, auf denen umfangreiche E-Books als Gratisinhalt angeboten werden, damit ich mich als Leser für den Newsletter anmelde. Warum ein kostenloses E-Book aber eigentlich gar kein gutes Freebie ist, darum geht es heute.

Nicht Masse, sondern Klasse zählt

Stell dir vor du möchtest Klavier spielen lernen. Ein Blog, den du besuchst, bietet als Freebie für Newsletter-Abonnenten ein 100-seitiges E-Book über das Klarvierspielen an. Ein anderer Blog zum gleichen Thema bietet ein 20-minütiges Video an: In diesem Video lernst du ein ganz bestimmtes Stück zu spielen, von Anfang bis Ende. Für welchen Newsletter würdest du dich anmelden? (Hinterlasse doch einen Kommentar und beantworte mir diese Frage.)

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Nicht die Masse an gelieferten Informationen entscheidet darüber, ob ein Freebie gut funktioniert. Was entscheidend ist, ist das Endresultat nach dem Konsumieren des Freebies. Ich persönlich würde viel lieber in einem kurzen Video ein komplettes Klavierstück lernen, als mich durch ein 100-seitiges Klavierlernen-E-Book zu pauken. Abgesehen davon sind E-Books als gratis Content für neue Newsletter-Abonnenten inzwischen so inflationär eingesetzt, dass viele Blogleser davon schon gelangweilt sind. Sie werden einem geradezu „nachgeworfen“. Ein weiterer Punkt, der gegen E-Books als Freebies spricht, ist die häufig viel zu allgemein gehaltene Thematik.

All diese Punkte führen dazu, dass E-Books oft nur irgendwo auf dem Rechner abgespeichert, aber nie gelesen werden. Gerade wenn du dich als Expertin in einem bestimmten Gebiet positionieren möchtest, ist es aber wichtig, dass deine Leser deine Inhalte auch konsumieren. Abgesehen davon ist doch die ganze Arbeit umsonst, wenn dein E-Book zwar auf dem Rechner gespeichert, aber nie wieder geöffnet wird … (Du kannst so ein E-Book natürlich anderweitig einsetzen. Aber überlege dir lieber vorher wie.)

Warum ist also ein E-Book kein gutes Freebie?

  • häufig viel zu umfangreich
  • Leser hat meist kein Endergebnis in der Hand
  • Thema oft zu allgemein
  • wird nur gespeichert, meist nicht gelesen
  • viel Aufwand für wenig Nutzen
  • Positionierung als Expertin schwierig

Was macht ein gutes Freebie aus?

Ein gutes Freebie sollte vor allem vier Hauptfunktionen erfüllen. Es sollte

  • ein konkretes Problem lösen
  • schnell zu konsumieren sein
  • zu einem spezifischen Endergebnis führen
  • möglich eine sehr spezifische Zielgruppe ansprechen

Was heißt das ganz genau?

Ein Freebie sollte ein konkretes Problem lösen

Und je konkreter, desto besser! Das setzt natürlich voraus, dass du deinen idealen Leser gut kennst und weißt, mit welchen Problemen er sich herumschlagen muss – natürlich bezogen auf dein Blogthema.

Nun lässt sich natürlich darüber streiten ob Adeles „Set Fire to the Rain“ spielen zu können ein konkretes Problem löst. Das liegt natürlich auch ein Stückweit im Auge des Betrachters. Ich kann mir aber durchaus vorstellen, dass jemand, der gerade erst mit dem Klavierspielen anfängt, genau das Problem lösen möchte: Dass er noch kein einziges Stück komplett spielen kann.

Ein Freebie sollte schnell zu konsumieren sein

Natürlich hängt das auch ein wenig von deiner Zielgruppe ab, aber generell gilt: Die meisten Menschen haben wenig Zeit und sind ständig im Stress. Sie haben keine Zeit ein 100-seitiges E-Book zu lesen und meist auch keine Lust. Insofern bist du wesentlich schlauer, wenn du ein Freebie anbietest, das in fünf bis zehn Minuten verschlungen werden kann.

Ein Freebie sollte zu einem spezifischen Endergebnis führen

„Lerne Klavierspielen“ ist kein spezifisches Endergebnis. „Lerne Adeles „Set Fire to the Rain“ auf dem Klavier zu spielen“ schon! Es ist völlig egal über welches Thema du bloggst: Wenn du deinem Leser ein Freebie anbietest, das ihn in kurzer Zeit zu einem konkreten Ergebnis führt, hast du bei ihm einen Stein im Brett. Genau darum geht es!

Der Unterschied zu einem 100-seitigen E-Book ist folgender: Im Grunde sind die meisten E-Books doch nur eine Zusammenstellung von Wissen. Klar, es kann auch dein Erfahrungswissen mit drin stecken und das ist im Netz nicht so schnell auffindbar wie allgemeine Informationen zum gleichen Thema. Nichtsdestotrotz ist der Wert eines spezifischen Endergebnisses im Austausch für Zeitaufwand des Lesens/Anhörens/Anschauens wesentlich höher, als die geleistete Arbeit der Zusammenstellung und Strukturierung deines Wissens für mich.

Ein Freebie sollte eine möglichst spezifische Zielgruppe ansprechen

Auch hier wieder: Stell dir vor du besuchst einen Blog über Zeitmanagement. Stell dir weiterhin vor, dass du in Elternzeit bist und ein Baby zu betreuen hast. Folgende Freebies stehen zur Auswahl:

„10 Tipps für dein Zeitmanagement“
„Zeitmanagement für gestresste Mütter: 10 Tipps“

Auch hier: Welches Freebie würdest du als Mutter mit Säugling wählen? Hinterlasse mir doch einen Kommentar mit deiner Antwort. Aber ich würde mich, wäre ich eine Mutter, für Nummer 2 entscheiden! Warum ist das so?

Ganz einfach: Wir Menschen haben einfach das Bedürfnis ernst genommen zu werden. Wir möchten beim Konsumieren eines Inhalts das Gefühl haben „Boah, das hat die nur für mich geschrieben“ (oder aufgenommen). Dann fühlen wir uns wichtig, wie ein VIP ;) Und wenn du bei deinem Leser genau dieses Gefühl mit deinem Freebie auslöst, wirst du dich vor neuen Abonnenten kaum retten können. Das Gleiche gilt übrigens auch für deinen gesamten Blog.

Das Wichtigste ist doch letztendlich, dass sich genau die Leser für deinen Newsletter eintragen, die du als Kunden gewinnen möchtest! Und deshalb ist es so entscheidend, dass sich dein Freebie genau an deine potenziellen Kunden richtet. Mein eigenes Freebie ist hier noch verbesserungswürdig, denn „50 Artikelideen in 10min.“ ist im Grunde für jeden Blogger interessant. Meine potenziellen Kunden sind aber Selbständige, die Produkte und/oder Services online verkaufen möchten, und keine „Hobby-Blogger“. Hier habe ich also großes Potenzial für weitere Optimierungen, das ich demnächst auch mal angehen werde.

Fazit: E-Book kann, muss aber nicht

Mit diesem Artikel möchte ich dich davon überzeugen für deine Leser kein E-Book zu erstellen, sondern mal etwas Anderes auszuprobieren. Wie ein gutes Freebie aussehen sollte, das weißt du ja jetzt. Abgesehen davon, dass das neben ein wenig Arbeit auch Spaß macht, kannst du anhand der Anmelderaten für deinen Newsletter schnell einschätzen, ob das neue Freebie nun besser funktioniert als das alte.

Jetzt interessiert mich natürlich brennend: Was für ein Freebie bietest du neuen Newsletter-Abonnenten an? Und wenn es ein E-Book ist: Wirst du jetzt nach dem Lesen meines Artikels auch mal ein anderes Freebie ausprobieren? Ich freue mich auf deinen Kommentar!

Blogg dich bekannt!
Deine Katharina

PS: Wenn du Schritt für Schritt lernen möchtest wie man einen Newsletter erstellt, schau dir doch mal meinen Mailchimp-Kurs an.

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