Erfolgreich bloggen: Diese 20 Fehler solltest du vermeiden

Ja – Bloggen ist eine tolle Möglichkeit sich selbst und das eigene Angebot im Internet zu präsentieren. Leider kann man dabei aber auch viele Fehler machen, die der eigenen Sichtbarkeit und dem eigenen Image auch schaden können. Was muss man also tun, wenn man erfolgreich bloggen will? Einige der Fehler, die ich immer wieder beobachte, habe ich in diesem Artikel zusammengestellt.

Du willst einen erfolgreichen Blog? Dann vermeide einfach die folgenden 20 Fehler :-)

1. Unklarheit über die eigenen Ziele
Wenn du bereits bloggst oder den Wunsch hegst, einen Blog zu starten, bist du dir der vielen Vorteile sicher bewusst. Aber warum möchtest du bloggen, du ganz persönlich? Welche Ziele verfolgst du mit deinem Blog? Möchtest du Kunden mit deinem Blog gewinnen, für bereits vorhandene Kunden publizieren (Kundenbindung), möchtest du besser gefunden werden, deine Marke aufbauen, dich als Experte positionieren? Es gibt weitaus mehr Ziele, die man mit einem Blog verfolgen kann. Suche dir die wichtigsten drei heraus und überlege auch wie du deine Erfolge überprüfen kannst. Bist du dir nicht klar über deine ganz persönlichen Gründe zu bloggen, führt dies früher oder später zu nachlassender Motivation – und das wäre schade!

2. Keine konkrete Strategie
Überforderst du deine Leser mit zu vielen Handlungsaufforderungen? Das passiert häufig. Hiermit meine ich beispielsweise „Trag dich in meine E-Mail-Liste ein!“ oder „Buche eine Beratung bei mir!“ oder „Schreib mir eine E-Mail!“ – alles auf einmal, versteht sich. Wenn du deine Leser zu zu vielen verschiedenen Handlungen aufforderst, führt das oft dazu, dass sie gar nichts tun, sondern deinen Blog recht schnell wieder verlassen. Überlege also was deine konkrete Strategie ist, natürlich im Hinblick auf deine Ziele (siehe Punkt 1). Erfolgreich bloggen beinhaltet genau das: Eine Strategie haben und diese umsetzen.

3. Keine direkten Handlungsaufforderungen
Andersherum können auch zu wenige oder zu subtile Handlungsaufforderungen den Erfolg deines Blogs verhindern. Es hilft, wenn du deinen Lesern klar kommunizierst was sie tun sollen – natürlich auf eine nette Art und Weise :-) Aber Menschen müssen klar zu einer Handlung aufgefordert werden, sonst kommen sie nicht ins Tun. Das kannst du für dich nutzen. Idealerweise steht eine einzige Handlungsaufforderung auf deinem Blog im Vordergrund – eine, die natürlich deinen Zielen und deiner Strategie (siehe Punkt 1 und 2) dient.

4. Kein fester Veröffentlichungsrhythmus
Klar, als Hobby-Blogger machen längere Pausen oder unregelmäßige Artikel weniger aus. Aber wenn du deinen Blog als Marketingkanal benutzen und dein Business damit unterstützen möchtest, gewöhne dir einen festen Veröffentlichungsrhythmus an. Dafür kannst du wunderbar mit einem Redaktionsplan arbeiten. Ideal ist ein fester Wochentag, vielleicht sogar eine feste Uhrzeit. Hier auf meinem Blog merke ich an den Veröffentlichungstagen morgens immer schon höhere Zugriffszahlen, weil einige Stammleser schon auf den neuen Artikel warten – und das ist ein tolles Gefühl :-) Du stellst dich ja auch darauf ein, dass die Zeitung morgens um 5 Uhr im Briefkasten liegt, oder? Und zwar jeden Tag.

5. Kein Redaktionsplan
Ein Redaktionsplan schützt dich davor, dass dir die Artikelideen ausgehen und du in Schweiß gebadet sonntags abends vor dem PC sitzt, dir aber kein Thema für den Montagsartikel einfällt. Dennoch sollte ein guter Redaktionsplan dich flexibel bleiben lassen, sodass du auch spontan über Themen schreiben kannst, auf die du Lust hast. So kannst du beispielsweise auch auf aktuelle Branchen-News reagieren oder kürzlich gestellte Kundenfragen aufgreifen.

6. Ungeduld
Ungeduld sollte man tatsächlich vermeiden, wenn man erfolgreich bloggen möchte – denn der Aufbau eines erfolgreichen Blogs bzw. Blog Business dauert einfach seine Zeit. Die wenigsten Blogs sind von Anfang an total erfolgreich – sei dir dessen bewusst. Gib nicht nach wenigen Wochen auf, weil kaum Besucher auf deinen Blog kommen. Und weil die, die sich auf deinen Blog verirren, nicht kommentieren. Du wirst dich über deinen hart erarbeiteten Erfolg später umso mehr freuen. Die Ungeduld hängt häufig auch mit einer überhöhten Erwartungshaltung zusammen, und deshalb ist es so wichtig, dass du dir realistische Ziele setzt (siehe Punkt 1).

7. Exzessives Bewerben der eigenen Artikel
Auch das Nicht-Bewerben der eigenen Artikel ist natürlich nicht gerade hilfreich – aber damit schadest du dir nicht, du verlierst nur Zeit (und vielleicht auch etwas Geld). Wenn du deine eigenen Artikel aber exzessiv in den sozialen Medien, per E-Mail oder anderswo bewirbst, wirkt das auf viele Menschen aufdringlich und nervig. Das kann deinem Image schaden und deinen Markenaufbau be-, im schlimmsten Fall sogar gänzlich verhindern. Halte dich an die 80-20-Regel: 20% deines Outputs dürfen deine eigenen Inhalte sein, 80% sollten gute, relevante Inhalte Anderer sein. Das Ganze nennt man dann Content Curation.

8. Nachlässigkeit bei Rechtschreibung und Grammatik
Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen und auch hier auf meinem Blog ist nicht jeder Artikel perfekt, frei von Grammatik- und Tippfehlern. Das bedeutet jedoch nicht, dass die deutsche Sprache auf einem Blog nach Lust und Laune vergewaltigt werden darf! Denk immer daran, dass dein Blog von (potenziellen) Kunden und Geschäftspartnern gelesen wird. Steckt in jedem zweiten Wort ein Fehler, zeigt das nicht gerade Kompetenz, sondern wirkt unseriös. Wenn du erfolgreich bloggen möchtest und größere Probleme mit Rechtschreibung und Grammatik hast, such dir doch eine Lektorin.

Hier zwei Lektorinnen aus meinem Netzwerk:
Edda Klepp
Huberta Weigl

9. Zu wenig visuelle Unterstützung
Ja, Blogartikel sind in der Regel Texte. Aber das Auge isst mit, auch beim Lesen. Schöne, inspirierende Bilder lockern deine Texte auf und laden die Augen deiner Leser zum Verweilen ein. Wenn es passt, kannst du auch Infografiken oder erklärende Schaubilder verwenden. Nutze Tools wie Canva oder picmonkey.com um Grafiken für deinen Blog und deine Social Media-Kanäle zu erstellen. In meiner Tool Box habe ich weitere Online Business Tools für dich zusammengestellt.

10. Schlecht strukturierte oder unzureichend formatierte Artikel
Deine Blogartikel nützen deinen Lesern nur etwas, wenn sie gut strukturiert und formatiert sind. Nutze Zwischenüberschriften, Fett- und Kursivschrift, sowie Textboxen oder andere Elemente, die längere Textbausteine auflockern. Es ist einfach schade, wenn Artikel inhaltlich gut sind, aber durch eine schlechte oder nicht vorhandene Struktur „glänzen“ und den Leser eher vergraulen als zum Lesen anregen. Erfolgreich bloggen bedeutet also nicht nur Schreiben, sondern auch strukturieren, formatieren und visualisieren :-)

11. Zu viel verkaufen
Es ist ok mit seinem Blog Kunden gewinnen zu wollen – unter anderem geht es auf meinem Blog ja genau darum. ABER: Es ist nicht ok an jeder Ecke auf deinem Blog auf deine Produkte und Dienstleistungen hinzuweisen. Behalte immer im Hinterkopf, dass deine ausgezeichneten Blogartikel für dich und dein Angebot sprechen sollen. Deine Leser sollen so begeistert von deinen Inhalten sein, dass sie freiwillig (!) nach deinen Leistungen schauen.

Zum Thema „Mit einem Blog verkaufen“ habe ich hier geschrieben.

12. Zu wenig verkaufen
Auch das gibt es: Blogs von Unternehmern, die tolle Artikel publizieren – aber bei denen das Leistungsspektrum mit der Lupe gesucht werden muss. Ich empfehle eine Seite namens „Angebot“ (wahlweise auch „Produkte“, „Leistungen“, „Mit mir arbeiten“ etc.), die klar und deutlich im Hauptmenü verlinkt wird. Es klingt banal, ich weiß ;-) Aber ich sehe so oft Blogs, wo diese wichtigen Informationen fehlen. Erfolgreich bloggen bedeutet also auch, das eigene Angebot für die Blogleser leicht zugänglich zu machen.

13. Zu wenig Persönlichkeit
Wenn ich einen Blog besuche, möchte ich wissen mit wem ich es zu tun habe. Schreibt hier ein Mann oder eine Frau? Wie alt (ungefähr)? Ist ein sympathisches Bild vorhanden? Wo lebt er oder sie? Was treibt ihn an, was ist sein (oder ihr) Warum? Ich habe schon Blogs gesehen, auf denen auf den ersten Blick nicht einmal klar war, ob dort ein Unternehmen oder eine Einzelperson schrieb. Menschen kommunizieren aber am liebsten mit Menschen – also bitte zeig deine Persönlichkeit :-) Du selbst bist nicht zuletzt auch ein wesentlicher Bestandteil deiner Marke und eins deiner Alleinstellungsmerkmale.

14. Keine klare Botschaft
Dieser Punkt hängt mit Punkt 2 (Keine klare Strategie) zusammen, setzt aber noch weiter vorn an. Denn um Ziele und Strategie zu formulieren, muss ich zunächst die Botschaft kennen, die ich dem Leser rüberbringen will. Wenn du erfolgreich bloggen möchtest, frag dich immer wieder: Wofür stehe ich? Was kann der Leser von mir und von meinem Blog erwarten? Über welche Themen kann er sich hier informieren? Welchen konkreten Nutzen biete ich ihm? Idealerweise sollten diese Fragen bereits auf der Startseite mit klaren Statements beantwortet werden.

15. Langweilige Überschriften
Selbst der beste Blogartikel auf Erden nützt gar nichts, wenn er eine langweilige Überschrift hat. Denn dann wird niemand ihn anklicken, geschweige denn lesen. Eine gute Überschrift erfüllt die Funktion, dass sie deinem Leser schon am Anfang ein Versprechen gibt. Für den Leser erfüllt sie die Funktion, dass sie eine Erwartungshaltung in ihm weckt, die dein Artikel dann auch hoffentlich erfüllt.

16. Überoptimierte Texte
Aus irgendeinem Grund beschäftigen sich viele Blogger ganz intensiv mit SEO (Suchmaschinenoptimierung). Ein wirklich guter Text hat aber kaum Optimierung nötig, da die wichtigsten Suchwörter ohnehin ganz natürlich im Text auftauchen. Klar kann es nicht schaden Plugins wie SEO by Yoast einzusetzen und damit ein wenig herumzuexperimentieren. Ein guter Text wird aber für den Leser geschrieben und nicht für Google. Sobald der Leser deinem Text anmerkt, dass du ihn aktiv optimiert hast, ist es eigentlich schon zu viel.

17. Mangelnde Artikelqualität
Mittlerweile werden in jeder Minute hunderte neuer Websites gestartet – da kommen Datenmengen zusammen, die wir uns nicht einmal mehr vorstellen können. Wer heutzutage einen Blog startet und sich damit eine Positionierung als Experte in einem bestimmten Themenfeld aufbauen will, sollte nicht unterschätzen, dass die Internetnutzer inzwischen sehr viele, extrem hochwertige Texte online finden. Einfach ein paar Sätze hinzuwerfen und ein paar Suchwörter einzubauen, das reicht schon lange nicht mehr um erfolgreich zu werden. (Ein Glück!) Willst du richtig bloggen, dann achte also bitte auf eine jederzeit hohe Artikelqualität.

18. Zu viele Offtopic-Artikel
Wenn ich einem Blog zum Thema Social Media folge, möchte ich Beiträge über Social Media lesen. Punkt. Natürlich ist der ein oder andere Offtopic-Artikel (also themenfremde Artikel) kein Beinbruch – aber mehr als 10% der Artikel sollten es auf keinen Fall sein, finde ich.

19. Keine E-Mail-Liste
Viele Entrepreneure starten ihre Blogs ohne E-Mail-Liste – oder bloggen sogar Monate oder Jahre, ohne die E-Mail-Adressen ihrer Leser zu sammeln. Ein großer Fehler! Ich kenne jedenfalls nur Unternehmer, die sich irgendwann geärgert haben, dass sie nicht von Anfang an E-Mail Marketing betrieben haben – aber keinen, der sagt „War aber gut, dass ich keine E-Mail-Adressen gesammelt habe.“ ;-) Früher oder später kommt der Punkt, da wirst du sie brauchen. E-Mail Marketing ist übrigens weitaus effektiver als Social Media Marketing, vor allem wenn es ums Verkaufen geht …

Hier habe ich ein gratis Tutorial für Mailchimp für dich. Mit diesem Tool kannst du einen Newsletter erstellen.

20. Hybris
Nur weil jemand ein Facebook-Profil hat, ist er noch lange kein „Facebook-Experte“ und sollte sich auch nicht so bezeichnen. Generell finde ich es immer komisch, wenn Unternehmer sich selbst als „Experten“ bezeichnen. Ich persönlich finde, dass das keine Bezeichnung, sondern eine Auszeichnung ist, die Andere einem geben, weil man etwas hervorragend macht. Hybris, also Selbstüberschätzung, ist einer der schlimmsten, aber glücklicherweise ein recht selten gemachter Fehler bei bloggenden Unternehmern. Die meisten Unternehmer haben eher das Problem zu zurückhaltend, ja beinahe ängstlich im Internet aufzutreten. Auch das ist natürlich kontraproduktiv, aber bei Weitem nicht so schlimm wie eine fette Portion „Ich bin der/die Beste!“ ;-)

Jetzt interessiert mich deine Meinung: Welche der hier genannten Fehler stören dich bei anderen Blogs am meisten? Und welche Fehler sollte man noch vermeiden, wenn man erfolgreich bloggen möchte?

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Dieser Artikel erschien erstmals im Mai 2014 und wurde im Februar 2015 komplett überarbeitet.

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