Die 10 besten Online-Kursplattformen 2026: Der ultimative Guide

Das erwartet dich hier (Inhalt)

Du möchtest digital Kurse anbieten und suchst nach der besten Online-Kurs-Plattform dafür? In diesem großen Guide stelle ich dir die zehn besten deutschen, wie auch internationalen Online-Kurs-Plattformen vor. Ich bespreche die wichtigsten Vor- und Nachteile und berichte auch von meinen eigenen Erfahrungen.

Einleitung

Hi, kennen wir uns schon? Ich bin Katharina Lewald, willkommen auf meinem Blog. Ich bin seit 2014 im E-Learning-Bereich als Coach unterwegs, praxiserprobte Online-Business-Expertin und Launch-Spezialistin mit zahlreichen digitalen Produkten, die ich über Online-Kurs-Plattformen an viele KundInnen verkauft habe. Kurz vorab, bevor wir in die spannende Materie der Kurs-Plattformen einsteigen: Warum dieser Artikel und woher stammen die Infos?

Ich möchte transparent mit dir sein: Natürlich habe ich nicht jede einzelne Kursplattform selbst getestet. Als Expertin für Onlinekurs-Marketing zeige ich meinen KundInnen jedoch ständig, wie sie mehr zahlende TeilnehmerInnen für ihre Online-Kurse gewinnen. Und wie Online-Kurse über verschiedenste Modelle von Kursplattformen verkauft werden können. Für mich ist dabei unerheblich welche Kursplattform meine KundInnen verwenden – hier hat ja jede/r eine andere Präferenz.

Manche Online-Kurs-Plattformen kenne ich aber auch “von innen”. Einfach, weil ich als Teilnehmerin von Onlinekursen schon damit gearbeitet habe. Oder sie als Kursanbieterin in einer Bezahlversion nutze oder genutzt habe.

Wenn ich eine Plattform selbst noch nicht aus der Praxis kenne, schreibe ich dies offen in die Kursplattform-Beschreibung. Die Informationen von Plattformen, die ich nicht selbst getestet oder genutzt habe, stammen aus verschiedenen Artikeln und Reviews, die mein Team und ich online recherchiert haben. Oder auch von Empfehlungen, die ich durch meine KundInnen, Fans und FollowerInnen mitbekommen habe.

Das Wichtigste in Kürze

Das Wichtigste in Kürze

  • Die eine beste Online-Kurs-Plattform gibt es nicht. Welche zu dir passt, hängt davon ab, wo du verkaufst, wie viel du verkaufst und wie viel Arbeit du dir abnehmen lassen willst.
  • Deutschsprachig und mit Rechnungen und Steuern aus einer Hand: Ablefy*, mit Kursbereich ab 59 €/Monat plus Gebühr pro Verkauf.
  • Viel verkaufen ohne Gebühr pro Verkauf: ThriveCart*, das Tool, das ich selbst nutze, im Abo ab 47 $/Monat.
  • Community, Gruppenprogramme und Memberships: Skool*, seit 2026 auch auf Deutsch.
  • Kostenlos starten mit einem All-in-one-Tool: systeme.io*, dauerhaft kostenlos bis 2.000 Kontakte.
  • Achte auf die Gesamtkosten: Monatspreis, Gebühr pro Verkauf und die Gebühren deines Zahlungsanbieters zusammen entscheiden, was dich eine Plattform wirklich kostet.
  • Marktplätze wie Udemy bringen dir zwar KäuferInnen, aber du bekommst oft nur einen Bruchteil des Preises und baust keine eigene Kundenliste auf.

Alle zehn Plattformen auf einen Blick findest du in der Vergleichstabelle, Antworten auf die häufigsten Fragen in den FAQ. Stand: Oktober 2026.

Updates dieses Blogartikels

Update vom 23. Oktober 2026: Ich habe den kompletten Artikel überarbeitet und alle Preise und Funktionen direkt bei den Anbietern geprüft. Seit meinem letzten Update hat sich richtig viel getan: Ablefy hat ein neues Preismodell, ThriveCart gibt es jetzt auch im Abo, und die neue Kursplattform ThriveAcademy ersetzt ThriveCart Learn. Skool gibt es inzwischen auf Deutsch, und Teachable und Thinkific haben ihre kostenlosen Tarife abgeschafft. Neu in den Top 10 ist systeme.io, das e-Mentor ersetzt. Außerdem findest du jetzt ganz oben eine Zusammenfassung, eine Vergleichstabelle aller zehn Plattformen und am Ende Antworten auf die häufigsten Fragen. Unter „Weitere Online-Kurs-Plattformen“ habe ich LearnWorlds ergänzt und reteach und Spreadmind entfernt, weil sich beide inzwischen an größere Unternehmen richten.

Update vom 5. November 2025: Ich habe den Artikel KI-fit gemacht und einige Inhalte leicht umstrukturiert. Außerdem gibt’s jetzt klare Empfehlungen für Sparfüchse und die, die ein europäisches Tool bevorzugen. Und ich habe bei jedem der 10 besten Onlinekurs-Kursplattform-Tools den Preis für das jeweils kleinste Paket hinzugefügt, damit du etwas schneller die Preisklassen vergleichen kannst. Darüber hinaus habe ich Infos zum Reseller-Modell ergänzt.

Vier grundlegende Fragen zu Online-Kurs-Plattformen

Zunächst starten wir mit vier ganz grundsätzlichen Fragen rund um Kursplattformen für Onlinekurse:

  1. Was ist besser geeignet: ein deutscher oder ein internationaler Anbieter ?
  2. Sollte die Kursplattform einen „Marktplatz“ haben?
  3. Sind All-in-one-Lösungen besser als einzeln gebuchte Tools?
  4. Reseller-Modell oder nicht?

Wie in allen meinen Blog-Artikeln gilt: Falls diese Themen weniger spannend für dich sind, springe einfach gleich rüber zu dem Thema oder der Kursplattform, die dich interessiert. Klicke dafür einfach in das Inhaltsverzeichnis oben im Artikel.

Willst du zusätzlich eine Übersicht, welche Arten von Onlinekursen es gibt, die du auf Kursplattformen anbieten könntest? Oder erfahren, welche Vor- und Nachteile ein Online-Business so hat? Dann lies dazu auch noch meinen einführenden Artikel Wie du einen Onlinekurs an nur einem Wochenende erstellst.

Und jetzt: Viel Spaß beim Lesen!

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Deutscher oder internationaler Anbieter?

Eines der wichtigsten Entscheidungskriterien für viele Onlinekurs-AnbieterInnen ist es am Anfang sicherlich, ob die Online-Kurs-Plattform von einem deutschen Anbieter oder einem internationalen Anbieter betrieben wird.

Hierbei geht es zum einen um die Sprache der Kursplattform (für viele ist solch spezifisches Englisch eine Hürde), aber auch um die Frage nach der unter Umständen fehlenden Rechtssicherheit in Zusammenhang mit internationalen Plattformen.

Dass die Anwendung nationaler/europäischer Anbieter im deutschsprachigen Raum rechtssicher ist, ist natürlich oft ein Argument pro deutsche Kursplattformen. Auf der anderen Seite habe ich aber festgestellt, dass der Funktionsumfang teils nicht mit den Plattformen aus Übersee mithalten kann.

Meine Empfehlung: Letztlich ist das Ganze wieder eine persönliche Entscheidung. Lieber etwas mehr Risiko oder auf “Nummer sicher” gehen und auf Funktionen verzichten? Das muss jede/r für sich selbst entscheiden.

Mit oder ohne angeschlossenen Marktplatz?

Für viele Business-StarterInnen und angehenden KursanbieterInnen sind Online-Kurs-Plattformen mit angeschlossenem Marktplatz attraktiv. Hier stellt man, neben vielen anderen, seine Kurse ein, die dann einem größeren Publikum aus potenziellen KundInnen präsentiert werden. Und die sind schon auf der Suche nach Onlinekursen, man spart sich also augenscheinlich das große Marketing und verkauft dennoch seinen Kurs. Oder?

Klar: Auf einem angeschlossenen Marktplatz sind vermutlich tatsächlich potenzielle KundInnen zu finden.

Allerdings werden dort auch viele andere Onlinekurse angeboten und man steht in direktem Wettbewerb mit anderen KursanbieterInnen. Sobald diese ihre Kurse auch nur etwas billiger machen als man selbst, wird es schon schwierig. Denn auf so einem Marktplatz sind die Möglichkeiten, die eigene Marke hochwertig und einzigartig zu präsentieren und Vertrauen aufzubauen eher eingeschränkt. Dein Kurs wird damit zu einem von vielen. Somit entscheidet am Ende oft der Preis oder der Umfang des Onlinekurses über den Kauf.

Meine Empfehlung: Im Endeffekt sind Online-Kurs-Plattformen mit angeschlossenem Marktplatz sicher nicht schlecht, um allererste Erfahrungen mit KursteilnehmerInnen zu sammeln. Als Beispiele seien hier Udemy und Skillshare genannt. Udemy stelle ich dir weiter unten auch vor.

Für den Aufbau eines nachhaltigen, gut wachsenden Online-Business, das auch in fünf oder zehn Jahren funktionieren soll, empfehle ich es jedoch, sich nicht ausschließlich auf einen externen Kursmarktplatz zu verlassen. Mal davon abgesehen, dass es sich finanziell überhaupt nicht rechnet. Es ist ganz wichtig, sich eine eigene Marke aufzubauen und sich so auch unabhängig von externen Plattformen zu machen.

All-in-one-Lösung oder einzelne Tools?

Als Expertin für Onlinekurs-Marketing bekomme ich häufig die ersten Schritte meiner KundInnen mit, die in die Online-Business-Welt starten. Oft wird nach einem möglichst günstigen “All-in-one-Tool” gesucht, das Funktionalitäten wie E-Mail-Marketing, Website, Webinare, Landingpages erstellen und mehr in sich vereint.

Das kann ich total verstehen. Am Anfang möchtest du gerne Geld sparen und dich nicht in verschiedene Tools einarbeiten. Ich bin aber (und war schon immer) der Meinung, dass eine “eierlegende Wollmilchsau” niemals so gut sein kann wie ein einzelnes Tool, das nur EINE Funktion übernimmt.

Uns Coaches, BeraterInnen, TrainerInnen und ExpertInnen wird ja auch gesagt, dass wir keinen “Bauchladen” anbieten sollten, sondern uns auf wenige Kernkompetenzen spezialisieren müssen, um darin richtig, richtig gut zu werden. Das habe ich auch in meinem Artikel „Als Coach selbstständig machen“ beschrieben.

Genau das tun All-in-one-Lösungen eben nicht.

Davon abgesehen machst du dein ganzes Business abhängig von EINEM Tool, wenn du dich für eine All-In-One-Plattform entscheidest. Sollte dieser Anbieter gehackt werden, dicht machen oder seine Preise immens erhöhen, bist du dem ausgeliefert und musst ggf. alle deine Prozesse wieder zu einem anderen Tool umziehen. Ein einzelnes Tool zu ersetzen ist immer einfacher, als ein All-In-One-Tool zu ersetzen.

Meine Empfehlung: Möglicherweise lässt sich mit einer All-in-one-Lösung etwas Geld sparen (hier solltest du wirklich gegenrechnen). Mir persönlich wäre es das jedoch nicht wert, wenn ich dafür bestimmte Marketingstrategien nicht nutzen könnte oder auf Funktionen verzichten müsste bzw. völlig abhängig von EINEM Anbieter wäre. Ich recherchiere lieber eine Woche länger nach dem besten Tool, als zu schnell ein Tool zu buchen, was mich unnötig einschränkt.

Reseller-Modell oder nicht?

Es gibt zwei Arten, wie du Onlinekurse verkaufen kannst: Entweder im so genannten „Reseller-Modell“ oder im eigenen Namen und auf eigene Rechnung. Ich erkläre dir hier kurz die Unterschiede:

Beim Reseller-Modell bist nicht du der direkte Vertragspartner deiner KundInnen, sondern der Anbieter der Onlinekurs-Plattform. Im Grunde schließt du einen Vertrag mit dem Anbieter der Online-Kurs-Plattform, in dem steht „Du darfst meine Kurse für mich weiterverkaufen“ (daher der Name „Reseller-Modell“). Der Anbieter, also zum Beispiel Ablefy, verkauft also deine Kurse an deine KundInnen weiter.

Klingt kompliziert, ist es aber eigentlich nicht. Der große Vorteil? Dass du nicht pro Verkauf einen Buchhaltungsbeleg produzierst, sondern nur einmal oder mehrmals im Monat eine Auszahlung deiner Einnahmen vom Onlinekurs-Plattform-Anbieter bekommst. Wenn du also beispielsweise in einem Monat 100 Kurse verkaufst, hast du nicht 100 Belege in deiner Buchhaltung – sondern nur EINEN Auszahlungsbeleg. Ziemlich cool!

Darüber hinaus musst du dich im Reseller-Modell weniger mit rechtlichen Themen herumschlagen: Der Kunde stimmt ja den AGB und Widerrufsbedingungen des Resellers (z.B. Ablefy) zu, damit hast du nichts zu tun (es sei denn, du willst zusätzlich eigene AGB geltend machen). Und last but not least kümmert sich der Reseller auch um das Abführen der Steuern, was ja bei digitalen Produkten durchaus etwas komplizierter ist (vor allem, wenn du auch außerhalb Deutschland deine Kurse oder Dienstleistungen verkaufst).

Das Reseller-Modell hat aber auch einen großen Nachteil: Es ist relativ teuer. Die Gebühren pro Verkauf sind meistens recht hoch, bei Ablefy* zum Beispiel etwa 5,2% + 1,50€ pro Verkauf. Das klingt jetzt vielleicht noch nicht viel für dich, kann sich aber bei vielen und höherpreisigen Kursverkäufen durchaus in vielen tausend Euro Gebühren pro Jahr belaufen.

Im Gegensatz zum Reseller-Modell (das auch gar nicht alle Onlinekurs-Plattformen anbieten) kannst du auch „ganz normal“ verkaufen – das heißt dann „im eigenen Namen und auf eigene Rechnung“. In diesem Fall produziert jeder einzelne Kursverkauf einen Beleg für die Buchhaltung, du musst dich um alles Rechtliche selbst kümmern und auch um das Abführen der korrekten Steuern in den jeweiligen Kundenländern, falls du auch außerhalb Deutschlands verkaufst.

Der Vorteil? Es ist günstiger als wenn du im Reseller-Modell verkaufst. Und das macht auch Sinn: Je mehr nervige Arbeit dir der Onlinekurs-Plattform-Anbieter abnimmt, umso höher sind die Gebühren für dich. Du hast also die Wahl: Lieber weniger Arbeit haben und mehr bezahlen – oder sich um mehr selbst kümmern und weniger Gebühren haben?

Wenn du Klarheit über diese vier Basisfragen hast und zum Beispiel sagst „Ich möchte im Reseller-Modell auf einer deutschen Plattform verkaufen“ – dann lichten sich die Reihen schon mal und das Angebot an Kursplattformen wird deutlich übersichtlicher.

Also lass uns jetzt mal starten mit den 10 besten Online-Kurs-Plattformen, die es m.E. nach derzeit gibt.

Die 10 besten Online-Kursplattformen von A bis Z

Ich habe dir die Anbieter jeweils verlinkt und gebe ehrlich und so transparent wie möglich meine Einschätzung ab. Los geht’s mit Ablefy.

Vergleichstabelle

PlattformHerkunftEinstieg mit KursbereichGebühr pro VerkaufSpracheIdeal für
Ablefy*Deutschland59 €/Monat2,7 % + 0,50 €, im Reseller-Modell zusätzlich 2,5 % + 1 €DeutschVerkauf im deutschsprachigen Raum, wenn dir Rechnungen und Steuern abgenommen werden sollen
Coachy*EU, Bulgarien42 €/Monatkeine, Zahlung über externen AnbieterDeutscheinfacher Mitgliederbereich mit eigener App
Digimember*Deutschland47 €/Monat, kostenlose Version verfügbarkeine, Zahlung über externen AnbieterDeutschKursbereich direkt auf der eigenen WordPress-Website
KajabiUSA179 $/MonatkeineEnglischAll-in-one-Lösung mit großem Budget
MemberspotDeutschland49 €/Monat für 1 KurskeineDeutschprofessionelle Mitgliederbereiche mit Video-Hosting in der EU
Skool*USA9 $/Monat10 %, im Pro-Tarif für 99 $/Monat 2,9 %DeutschCommunitys, Gruppenprogramme und Memberships
systeme.io*EU, IrlandkostenloskeineDeutschStart mit einem All-in-one-Tool und kleinem Budget
TeachableUSA39 $/Monat7,5 %, ab Builder für 89 $/Monat keineEnglischUS-Plattform, die dir die EU-Umsatzsteuer abnimmt
Thinkific*Kanada107 €/MonatkeineEnglischgroße Kursakademie mit vielen Funktionen
ThriveCart*USA47 $/MonatkeineEnglischCheckout mit Funnels für alle, die viel verkaufen
Preise bei monatlicher Zahlung zzgl. MwSt., bei jährlicher Zahlung meist günstiger. Gebühren deines Zahlungsanbieters wie Stripe oder PayPal kommen überall dazu. Stand: Oktober 2026.

Ablefy (Früher: Elopage)

Was? Ablefy* hieß bis Oktober 2024 Elopage und ist einer der Platzhirsche am deutschen Markt für den Verkauf digitaler Produkte. Nachdem ich meine Onlinekurse einige Jahre lang über Digistore24 verkauft hatte, wechselte ich für mehrere Jahre zu Ablefy. Inzwischen bin ich bei ThriveCart*.

Großes Plus: Ablefy ist Zahlungsanbieter und Kursplattform in einem. Seit September 2026 gibt es dafür zwei Pläne: Mit „Sell“ verkaufst du, wickelst Zahlungen ab und automatisierst Rechnungen, Mahnwesen und Auslieferung. Mit „Create & Sell“ kommen Kurse, Mitgliederbereiche und Communitys dazu. Wenn du Ablefy als Kursplattform nutzen willst, brauchst du also „Create & Sell“.

Der Funktionsumfang ist groß: Verkaufsseiten mit Pagebuilder, Order Bumps, Upsells und Bundles, Affiliate-Programme, eine eigene Community, Video-Hosting, Quizze, zeitgesteuerte Inhalte und Zertifikate. Dazu kommen eigene Domain und Design-Anpassungen sowie Live-Formate wie Workshops und Calls. Dein E-Mail-Tool kannst du anbinden, zum Beispiel ActiveCampaign, KlickTipp oder andere über Zapier. Ein echter Pluspunkt für den deutschsprachigen Raum: Hosting in Europa, automatisches Mahnwesen mit Inkasso und eRechnungen.

Das Tool ist gut programmiert, soweit ich das als Laie beurteilen kann. Und für die meisten VerkäuferInnen sollten kaum Probleme oder Bugs auftauchen. Der Support ist auf Deutsch, aber wie bei fast allen Tools, die ich kenne, von schwankender Qualität. Es kommt sehr darauf an, welche/n Support-MitarbeiterIn du erwischst.

Nicht so gut: Zusätzlich zum monatlichen Abopreis verdient Ablefy auch noch an jedem Verkauf mit. Seit September 2026 zahlst du 2,7 % + 0,50 € pro Zahlung, für automatische Rechnungen kommen 0,4 % dazu. Im Reseller-Modell, in dem Ablefy dir Rechnungen, Umsatzsteuer und Mahnwesen komplett abnimmt, sind es weitere 2,5 % + 1 € pro Verkauf. Gerade bei höherem Umsatz und teureren Produkten kommen da schnell einige tausend Euro pro Jahr zusammen. Bei „Create & Sell“ steigt außerdem der Monatspreis mit der Zahl deiner Mitglieder, und auch kostenlose Zugänge zählen mit.

Zu meiner Zeit bei Ablefy fand ich das Anlegen neuer Produkte, Bumps und Upsells außerdem ziemlich aufwändig – es dauerte mir schlichtweg zu lange. Ich war im Reseller-Modell und habe wegen der hohen Provision pro Verkauf nach einer günstigeren Alternative gesucht, die ich bei ThriveCart* gefunden habe.

=> Zur Website von Ablefy*

Persönliche Einschätzung von Katharina: Kein perfektes, aber ein sehr gutes und solides Tool, das ich vor allem empfehle, wenn du im deutschsprachigen Raum verkaufst und dir Rechnungen und Steuern abnehmen lassen willst. Allerdings zahlst du bei jedem Verkauf ordentlich mit.

Kleinstes Paket: 27 €/Monat netto für „Sell“ ohne Kursbereich, mit Kursbereich ab 59 €/Monat netto für „Create & Sell“ bis 150 Mitglieder. Dazu kommen die o.g. Gebühren pro Verkauf. 14 Tage kostenlos testbar. Stand: Oktober 2026.

Besonderer Deal: Wenn du meinen Ablefy-Affiliatelink* zur Erstellung deines Ablefy-Kontos verwendest, zahlst du für „Create & Sell“ in den ersten drei Monaten nur 49 €, danach die üblichen 59 €.

Coachy

Was? Coachy* ist ein deutschsprachiger Anbieter mit Sitz in der EU und dürfte daher für viele interessant sein. Betrieben wird die Plattform von der Coachy OOD aus Sofia in Bulgarien. Coachy legt Wert auf DSGVO-Konformität, einen AV-Vertrag kannst du direkt im Account abschließen. Diese Online-Kurs-Plattform bietet die einfache Erstellung eines Mitgliederbereichs, und deine Verkaufsseiten kannst du direkt dort mitbauen. Du kannst Coachy ohne technische Kenntnisse bedienen: Um Hosting, Backups und Wartung kümmert sich Coachy. Die Plattform ist komplett auf Deutsch verfügbar, den Mitgliederbereich für deine TeilnehmerInnen kannst du auf Deutsch oder Englisch anbieten.

Großes Plus: Schon im kleinsten Paket bekommst du unbegrenzt viele Mitglieder und unbegrenzten Speicherplatz, Video- und Audio-Hosting und sogar eine eigene App für iPhone und Android. Dazu kommen ein Datenschutz- und Impressums-Generator, Schutz vor weitergegebenen Zugängen durch eine 2-Faktor-Authentifizierung und eine KI, die dir eine erste Kursgliederung samt Lektionen erstellt.

Um Zahlungen anzunehmen, verknüpfst du Coachy mit einem Zahlungsanbieter. Digistore24 und CopeCart sind direkt angebunden, beide übernehmen Rechnungen und Steuern für dich. Andere Anbieter wie PayPal, Stripe oder Ablefy kannst du ab dem Deluxe-Paket über Zapier oder Make anbinden. Die gängigen E-Mail-Marketing-Systeme lassen sich direkt verbinden, zum Beispiel ActiveCampaign, KlickTipp, Mailchimp, GetResponse, Quentn oder Brevo. Andere Tools gehen über Zapier.

Nicht so gut: Bei zwei der drei Preis-Pakete ist die Zahl deiner Kurse begrenzt: Im Premium-Paket hast du einen Kurs, im Deluxe-Paket drei, bei jährlicher Zahlung fünf. Jeder weitere Kurs kostet extra. Viele Funktionen, die ich für ein professionelles Kurs-Business wichtig finde, gibt es erst ab Deluxe: der Landingpage-Builder, Tests und Zertifikate, Upsells, Automationen, Zapier und deine eigene Domain. Die Community-Funktion besteht aus Kommentaren unter den Lektionen und einem Link zu einer externen Gruppe. Eine echte Community wie bei Skool ist das nicht. Eine Website bzw. ein Blog ist bei Coachy nicht integriert. Hier handelt es sich wirklich nur um die Kursplattform mit Mitgliederbereich, allerdings sind Landing- und Squeezepages möglich. Telefon-Support gibt es nicht. Und denk daran: Die Gebühren deines Zahlungsanbieters kommen zur Coachy-Lizenz noch dazu.

Du kannst Coachy 30 Tage kostenlos testen, ohne Kreditkarte.

=> Zur Website von Coachy*

Persönliche Einschätzung von Katharina: Ich habe noch nicht mit Coachy* gearbeitet, aber einige meiner KundInnen nutzen diese Online-Kurs-Plattform.

Kleinstes Paket: 42 €/Monat bei monatlicher Zahlweise, 35 €/Monat bei jährlicher Zahlweise, jeweils zzgl. MwSt. Dazu kommen die Gebühren deines Zahlungsanbieters. Stand: Oktober 2026.

Digimember

Was? Digimember* ist ein Plugin, das eine WordPress-Website in eine Kursplattform verwandelt. Du installierst es auf deiner eigenen, selbst gehosteten WordPress-Seite und legst dort Produkte und Zugangsstufen an. Digimember schützt dann deine Seiten, Beiträge und Kurse, schaltet Lektionen zeitgesteuert frei und sperrt den Zugang automatisch, wenn eine Rate nicht bezahlt wird. Zahlt das Mitglied nach, wird der Zugang genauso automatisch wieder freigegeben. Digimember kann mit gängigen anderen Programmen verbunden werden, zum Beispiel mit Zapier oder E-Mail-Tools wie Klick-Tipp, ActiveCampaign, Quentn oder Mailchimp, und natürlich auch mit verschiedenen Zahlungsanbietern wie Stripe oder PayPal. Der dabei wohl am häufigsten zum Einsatz kommende ist Digistore24.

Die Kombination Digimember und Digistore24 ist das, was ich in meinem Online-Business ganz am Anfang verwendet und lange genutzt habe, bevor ich auf andere Tools umgestiegen bin.

Großes Plus: In der bezahlten PRO-Version hat Digimember keine Beschränkung, wie viele Produkte du darüber anbietest. Auch kostenlose Mitgliedschaften deiner TeilnehmerInnen in deiner Membership und natürlich ein zeitlich begrenzter Zugang zu deinen Inhalten sind möglich. Dazu kommen Prüfungen und Zertifikate, Download-Links, die automatisch ablaufen, und „Actionbased Marketing“: Wer eine Lektion abschließt, bekommt automatisch das passende Angebot, wer nicht weitermacht, eine Erinnerung.

Der große Vorteil dieser Lösung ist außerdem, dass man die eigene Kursplattform komplett frei gestalten kann und dein Kursbereich direkt auf deiner eigenen Website liegt. Digimember läuft in deinem bestehenden WordPress-Theme, du brauchst also kein zweites System. Auch handelt es sich sowohl bei Digimember, das von der Digital Solutions GmbH aus Münster entwickelt wird, als auch bei Digistore24 aus Hildesheim um deutsche Anbieter. Digistore24 übernimmt als Reseller außerdem Rechnungen, Umsatzsteuer und Rückerstattungen für dich.

Nicht so gut: Der größte Vorteil dieser Lösung ist jedoch gleichzeitig auch ihr größter Nachteil: Man kann sich schnell im „Designen“ des Onlinekurses verlieren, weil man eben jede Möglichkeit hat, die das eigene WordPress-Theme bietet. Nutzt man einen Pagebuilder, ist eigentlich alles möglich, was man sich vorstellen kann. Einerseits cool, andererseits auch überwältigend.

Dazu kommt: Weil Digimember auf deiner eigenen WordPress-Seite läuft, bist du für Hosting, Updates, Sicherheit und Backups selbst verantwortlich. Das gilt auch für den Datenschutz, denn die Daten deiner Mitglieder liegen auf deinem Server. Deine Videos hostest du außerdem extern, zum Beispiel bei Vimeo. Und wenn du Digimember auf mehreren Domains nutzen willst, brauchst du dafür zusätzliche Lizenzen.

Der Grund, warum ich damals von Digimember weggezogen bin: Ich hatte in Digimember zu diesem Zeitpunkt um die 20 verschiedene Produkte, und da machte die Rechteverwaltung nicht mehr richtig mit. Teilweise hatten KundInnen keinen Zugang zu Produkten, obwohl sie ihn hätten haben müssen, und umgekehrt. Ob diese heute noch Probleme macht, kann ich allerdings nicht sagen.

Der Support war außerdem sehr holprig und anstrengend. Und irgendwann wollte ich meine Kursseiten nicht mehr selbst bauen, sondern mich lieber auf die Inhalte meiner Kurse konzentrieren.

=> Zur Website von Digimember*

Persönliche Einschätzung von Katharina: Alles in allem ist Digimember sicherlich eine gute Lösung als Kursplattform. Empfohlen, sofern man seine Kursseiten gern selbst erstellen möchte, sich mit WordPress wohlfühlt und nicht zu viele verschiedene Produkte hat.

Kleinstes Paket: Es gibt nur ein Paket. DigiMember PRO kostet 47 €/Monat oder 397 €/Jahr, jeweils zzgl. USt. Darin sind alle Funktionen und Integrationen enthalten. Dazu kommen die Kosten für dein Hosting und die Gebühren deines Zahlungsanbieters. Für den Einstieg gibt es DigiMember Free, kostenlos und ohne Zeitlimit. Stand: Oktober 2026.

Kajabi

Was? Kajabi ist sowas wie die „eierlegende Wollmilchsau“ für Onlinekurs-AnbieterInnen: Als selbsternannte „All-in-one-platform“ vereint Kajabi alle nötigen Features und Funktionen: Online-Kursplattform, Coaching und Memberships, eine Community, Landingpages und Funnels, E-Mail-Marketing, Checkout und die eigene Website mit eigener Domain in EINEM System.

Großes Plus: Positiv an Kajabi ist der Kundenservice und dass keine externen DienstleisterInnen für die Zahlungsabwicklung eingebunden werden müssen, da Kajabi mit Kajabi Payments selbst als Zahlungsanbieter fungiert. Kajabi nimmt dabei keine Umsatzbeteiligung, du zahlst nur die üblichen Kartengebühren. Deine TeilnehmerInnen können deine Kurse und deine Community außerdem in der Kajabi-App auf dem Smartphone nutzen, und deine Videos werden automatisch untertitelt und übersetzt. Die Texte, die deine KundInnen sehen, zum Beispiel im Checkout, lassen sich auf Deutsch umstellen.

Darüber hinaus bietet Kajabi eine umfangreiche Online University: Hier gibt es Tipps, wie man seinen Content effektiv online verkauft und profitable Onlinekurse erstellt. Dieses Trainingsportal ist inklusive, also bei jedem Account dabei. Das bieten AnbieterInnen wie Teachable allerdings auch. Außerdem können Interessierte Kajabi, egal welches Leistungspaket, erstmal 14 Tage kostenlos testen, und es gibt eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.

Nicht so gut: Diese Funktionsvielfalt (Website + Landingpages + E-Mail-System + Community + Bezahlanbieter + Kursplattform und mehr) hat natürlich ihren Preis: Bei Kajabi bist du im kleinsten (!) Paket mit 179 $ pro Monat dabei, bei jährlicher Zahlung mit 143 $ pro Monat. Darin sind nur 2.500 Kontakte enthalten. Ein eigenes Affiliate-Programm und eine Seite ohne Kajabi-Branding gibt es erst im nächsthöheren Paket für 199 $ bzw. 249 $ pro Monat.

Ansonsten wird an Kajabi immer wieder bemängelt, dass das Design im Vergleich zu einer eigenen Website weniger flexibel ist. Das Backend und der Support sind außerdem nur auf Englisch.

Außerdem ist Kajabi kein deutscher Anbieter, sondern ein US-Unternehmen. Bei internationalen Online-Kursplattformen muss man immer schauen, wie man sie in Deutschland und Europa rechtssicher nutzen kann. Das gilt vor allem für die Umsatzsteuer: Kajabi bietet zwar inzwischen eine Steuerfunktion an, du verkaufst aber im eigenen Namen und bist selbst dafür verantwortlich, dass die EU-Umsatzsteuer korrekt abgerechnet wird. Dafür ist oft Extraarbeit und nicht selten auch Hilfe von SteuerberaterInnen oder RechtsanwältInnen nötig.

Dass ich von „All-in-One“-Lösungen nicht so viel halte und warum, habe ich ja weiter oben beschrieben.

=> Zur Website von Kajabi

Persönliche Einschätzung von Katharina: Ich habe damit nie gearbeitet. Aber dafür, dass Kajabi damit wirbt, dass man sich alles weitere „spart“, finde ich es insbesondere für EinsteigerInnen sehr teuer. Wer ein günstiges All-in-one-Tool sucht, ist bei systeme.io besser aufgehoben.

Kleinstes Paket: Basic für 179 $/Monat bei monatlicher Zahlweise oder 143 $/Monat bei jährlicher Zahlweise (1.716 $ im Jahr), inklusive 2.500 Kontakten. Dazu kommen die Kartengebühren von Kajabi Payments. Stand: Oktober 2026.

Skillshare

Headerbild vom Onlinekurs-Marktplatz Skillshare

Was? Skillshare ist, ähnlich wie Udemy (siehe weiter unten), keine Online-Kursplattform im eigentlichen Sinne, sondern ein Onlinekurs-Marktplatz. Auf der Startseite von Skillshare sieht man sofort: Diese Website richtet sich an EndverbraucherInnen und soll sie dazu animieren „kostenlos mit dem Lernen zu starten“. D.h. du als AnbieterIn nutzt Skillshare um an deine Zielgruppe deine Kurse zu verkaufen.

Skillshare ist, wie auch sofort auffällt, vor allem auf Kurse im kreativen Bereich spezialisiert.

Großes Plus: Dank Skillshare hast du eine Art passive Einkommensquelle. Wenn du auf Skillshare Kurse anbieten möchtest, erwartet dich nämlich ein besonderes Preismodell: „Du verdienst Geld durch monatliche Tantiemen. Diese basieren auf der Anzahl der angesehenen Minuten deiner Kurse und einem Empfehlungsbonus für alle Teilnehmer:innen, die du an Skillshare vermittelst“, heißt es auf der Website von Skillshare.

Nicht so gut: Ich persönlich bezweifele stark, dass es mit Tantiemen allein möglich ist, seinen Lebensunterhalt zu bestreiten. Wer sich lediglich nebenbei ein wenig dazuverdienen und vor allem im Kreativbereich Onlinekurse anbieten möchte, könnte Skillshare aber eine Chance geben.

=> Zur Website von Skillshare

Persönliche Empfehlung von Katharina: Wenn du als Coach, BeraterIn, TrainerIn oder DienstleisterIn ein gutes, unabhängiges Einkommen mit deinen Onlinekursen erzielen möchtest, rate ich von Plattformen wie Skillshare oder Udemy eher ab. Du verkaufst dein Wissen dort unter Wert und gewinnst als Personenmarke viel mehr wertschätzende KundInnen, wenn du dir dein eigenes Business mit funktionierenden Funnels aufbaust.

Kleinstes Paket: 13,99$/Monat bei monatlicher Zahlweise (zum Zeitpunkt der letzten Aktualisierung dieses Blogartikels).

Skool

Screenshot Skool Classroom

Was? Skool* ist eigentlich eine Community-Plattform, bietet mit dem „Classroom“ aber die Möglichkeit, Onlinekurse und andere digitale Produkte zu realisieren. Kurse, Community, Live-Calls und Kalender laufen dabei an einem Ort zusammen.

Großes Plus: Da Skool eigentlich eine Community-Plattform ist, gibt es hier einen großen Fokus auf allen Funktionen, die es KundInnen erleichtern, miteinander ins Gespräch zu kommen oder auch uns als KursanbieterInnen Fragen zu stellen. Skool bietet ein super einfaches Zahlungsmodell, eine gut bedienbare, top programmierte Plattform mit mächtigen Funktionen und die Einbindung von Video- und Textinhalten sowie PDFs. Mitglieder, Kurse, Videos und Live-Calls sind in beiden Tarifen unbegrenzt.

Seit August 2026 gibt es Skool außerdem auf Deutsch: Die Oberfläche erkennt automatisch die Sprache deiner Mitglieder, und auch die Anmeldung und der Bezahlvorgang sind übersetzt. Gerade für den deutschsprachigen Raum ist das ein großer Schritt. Die Qualität der Übersetzung musst du allerdings selbst beurteilen. 😅

Praktisch finde ich auch, dass Skool die Zahlungen komplett selbst abwickelt: Deine Mitglieder zahlen direkt bei Skool, und du bekommst dein Geld jede Woche auf dein Konto. Lies auch unbedingt meinen Skool-Erfahrungsbericht für alle Details über diese geniale Plattform.

Nicht so gut: Deine Mitglieder können über Skool nur mit Kredit- oder Debitkarte bezahlen, PayPal, Überweisung oder Klarna gibt es (noch) nicht. Möchtest du deinen KundInnen andere Zahlungsmittel ermöglichen, brauchst du eine Verknüpfung via Zapier mit einem Zahlungsanbieter wie Ablefy oder CopeCart. Außerdem sind alle Preise auf Skool in US-Dollar, auch für deine Mitglieder. Und im günstigen Hobby-Tarif behält Skool 10 % von jedem Verkauf ein. Erst im Pro-Tarif sinkt die Gebühr auf 2,9 %. Wenn du mehr als rund 1.300 $ im Monat über Skool verkaufst, ist Pro deshalb trotz der höheren Grundgebühr günstiger.

=> Zur Website von Skool: Teste deine eigene Skool-Community für 14 Tage kostenlos.*

Persönliche Empfehlung von Katharina: Ich bin absolut begeistert von Skool! Mein Online Business Campus läuft inzwischen über Skool, und ich habe auch einen umfangreichen Blogbeitrag nur über meine Erfahrungen mit Skool geschrieben. Meiner Meinung nach mischt Skool den Markt der Onlinekurs-Plattformen ordentlich auf, vor allem für alle, bei denen der Austausch mit und unter den TeilnehmerInnen im Mittelpunkt steht, zum Beispiel bei Gruppenprogrammen, Masterminds oder Memberships.

Wenn du mit Skool arbeiten willst und deine Skool-Community über meinen Affiliatelink* erstellst, erhältst du ein Skool-Training mit meinen besten Tipps für Mitgliederaufbau, Interaktion und Monetarisierung von mir.

Kleinstes Paket: Hobby für 9 $/Monat plus 10 % Transaktionsgebühr, ohne eigene URL und ohne Affiliate-Programm. Das Pro-Paket mit allen Funktionen kostet 99 $/Monat plus 2,9 % Transaktionsgebühr pro Community. Bei jährlicher Zahlung bekommst du zwei Monate geschenkt. Stand: Oktober 2026.

systeme.io

Was? systeme.io* ist eine All-in-one-Plattform für dein Online-Business. Sie wurde 2018 von dem Franzosen Aurelien Amacker gegründet und wird von einem Unternehmen aus Dublin betrieben, also aus der EU. In systeme.io findest du alles, was du brauchst, um Onlinekurse zu erstellen und zu verkaufen: Kursbereich, Community, Verkaufsseiten und ganze Sales Funnels, E-Mail-Marketing mit Automatisierungen, eine eigene Website mit Blog, automatisierte Webinare und sogar ein eigenes Affiliate-Programm für deine Produkte. Die Oberfläche gibt es auch auf Deutsch.

Großes Plus: Bei systeme.io sind praktisch sämtliche Dinge, die man gebrauchen kann, wenn man Onlinekurse verkaufen will, in einer einzigen Plattform vereint. Das ist natürlich sehr attraktiv, gerade wenn du am Anfang stehst. Du musst nicht fünf verschiedene Tools buchen, bezahlen, miteinander verbinden und dich in jedes einzeln einarbeiten.

Dazu kommt der Preis: systeme.io hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif, für den du nicht einmal eine Kreditkarte brauchst. Damit bekommst du Zugriff auf alle Hauptfunktionen, eingeschränkt auf 3 Funnels, 1 Automatisierungsregel, 1 eigene Domain und bis zu 2.000 Kontakte. Zum Ausprobieren reicht das völlig. In allen Tarifen gibt es keine Transaktionsgebühren: Du verbindest Stripe oder PayPal und zahlst nur deren übliche Gebühren.

Ein großer Vorteil ist aus meiner Sicht auch, dass systeme.io so verbreitet ist. Es gibt sehr viele Leute, die sich damit auskennen, und entsprechend viele Anleitungen, Videos und Gruppen, in denen du dir Hilfe holen kannst. Der Support von systeme.io antwortet laut eigenen Angaben im Schnitt in unter zwei Stunden, sieben Tage die Woche. Und wenn du von einer anderen Plattform kommst, ist bei jährlicher Zahlung der Umzug kostenlos.

Nicht so gut: Wie bei jeder All-in-one-Lösung machst du dein ganzes Business von einem einzigen Anbieter abhängig. Wenn du später wechseln willst, musst du nicht nur deinen Kurs umziehen, sondern auch deine E-Mail-Liste, deine Funnels und deine Website. Die einzelnen Bausteine sind außerdem solide, aber nicht so ausgefeilt wie bei spezialisierten Tools: Die Gestaltungsmöglichkeiten bei den Seiten sind eher einfach gehalten, und die Auswertungen im E-Mail-Marketing sind begrenzt.

Die Preise richten sich vor allem nach der Zahl deiner Kontakte. Mit einer wachsenden E-Mail-Liste rutschst du also irgendwann automatisch in den nächsten Tarif. Und: systeme.io ist kein Reseller. Du verkaufst im eigenen Namen und kümmerst dich selbst um Umsatzsteuer und Rechtliches.

=> Zur Website von systeme.io*

Persönliche Einschätzung von Katharina: Ich bin persönlich kein großer Fan von All-in-one-Plattformen. Warum, habe ich oben ja schon beschrieben. Aber ich verstehe total, dass man gerade als StarterIn nicht mit fünf verschiedenen Tools jonglieren will. Manchmal ist es einfach leichter, sich in ein Tool richtig einzuarbeiten statt in fünf. Deshalb empfehle ich systeme.io auch gerne allen, die sagen: Ich möchte auf jeden Fall lieber ein All-in-one-Tool haben. Und wenn du erstmal ausprobieren willst, ob Onlinekurse überhaupt etwas für dich sind, kannst du mit dem kostenlosen Tarif ohne Risiko starten.

Kleinstes Paket: Kostenlos, dauerhaft und ohne Kreditkarte. Damit bekommst du Zugriff auf alle Hauptfunktionen, eingeschränkt auf 3 Funnels, 1 Automatisierungsregel, 1 eigene Domain, bis zu 2.000 Kontakte und 500 TeilnehmerInnen in einem Kurs. Die bezahlten Tarife kosten 17 €, 47 € oder 97 € pro Monat, bei jährlicher Zahlung 170 €, 470 € oder 970 € pro Jahr. Dann bekommst du zwei Monate geschenkt und die Migration von einer anderen Plattform kostenlos dazu. Keine Transaktionsgebühren. Stand: Oktober 2026.

Teachable

Was? Teachable ist eine der bekanntesten und meistgenutzten Plattformen für Onlinekurse im englischsprachigen Raum, und auch in Deutschland nur auf Englisch verfügbar. Teachable bietet alles, was das Herz begehrt: dein eigenes Branding inkl. Nutzung deiner eigenen Domain für deinen Kurs, Bezahlabwicklung, Upsells, Warenkorb-Erinnerungen und eine Community für deine TeilnehmerInnen. Neben Onlinekursen kannst du auch Coachings, Memberships und digitale Downloads verkaufen.

Großes Plus: Gelobt wird an dieser Online-Kursplattform, dass sie sehr benutzerfreundlich und flexibel ist. Deine Kursvideos kannst du direkt bei Teachable hosten, und deine TeilnehmerInnen können deine Kurse in einer eigenen App auf iPhone und Android nutzen. Beim Erstellen deiner Kurse hilft dir eine KI.

Ein echter Pluspunkt für uns in Europa: Wenn du über die Zahlungsabwicklung von Teachable verkaufst, berechnet Teachable die Umsatzsteuer für deine KundInnen aus der EU automatisch und führt sie auch für dich ab. Damit hat Teachable eines der größten Probleme gelöst, die viele US-Plattformen für uns haben. Ab dem Builder-Tarif kannst du außerdem ein eigenes Affiliate-Programm für deine Kurse aufsetzen, sodass andere deine Produkte gegen Provision empfehlen.

Kostenlos starten kannst du bei Teachable nicht mehr, aber du kannst die Plattform 7 Tage testen und bekommst eine 30-Tage-Geld-zurück-Garantie.

Nicht so gut: Bemängelt wird bei Teachable, dass die Plattform nur mit Anpassungen DSGVO-konform genutzt werden kann, denn Teachable ist ein US-Anbieter. Die Community-Funktion ist außerdem eher einfach gehalten. Wenn der Austausch unter deinen TeilnehmerInnen im Mittelpunkt steht, bist du bei einer reinen Community-Plattform wie Skool* besser aufgehoben.

Im günstigsten Tarif Starter behält Teachable 7,5 % von jedem Verkauf ein, und du kannst maximal fünf Produkte anbieten. Ohne Transaktionsgebühr verkaufst du erst ab dem Builder-Tarif für 69 $ bzw. 89 $ pro Monat.

Und auch wenn Teachable die Umsatzsteuer übernimmt: Ob die Rechnungen alle deutschen Vorgaben erfüllen, solltest du vorher mit deiner Steuerberatung klären. Das gilt für andere internationale Plattformen übrigens auch.

=> Zur Website von Teachable

Persönliche Einschätzung von Katharina: Als Kursplattform empfehlenswert, gerade weil Teachable inzwischen die EU-Umsatzsteuer für dich übernimmt. Wer im deutschsprachigen Raum verkauft, sollte trotzdem genau prüfen, ob Datenschutz und Rechnungen zum eigenen Business passen.

Kleinstes Paket: Starter für 39 $/Monat bei monatlicher Zahlweise oder 29 $/Monat bei jährlicher Zahlweise, plus 7,5 % Transaktionsgebühr. Ohne Transaktionsgebühr ab Builder für 89 $/Monat bzw. 69 $/Monat bei jährlicher Zahlweise. 7 Tage kostenlos testen. Stand: Oktober 2026.

Thinkific

Thinkific ist eine Onlinekurs-Plattform in Englisch

Was? Thinkific* ist eine riesige Plattform, die viel mehr bietet als nur Onlinekurs-Hosting. Thinkific kann auch Live-Sessions über Zoom, Coachings mit buchbaren Terminen, Memberships und Abos, Communities, Landingpages, Verkauf und mehr. Ich war viele Jahre lang bei Thinkific, habe es aber nur als Kursplattform genutzt. Inzwischen bin ich zu ThriveCart* umgezogen, weil ich 90 % der Funktionen von Thinkific gar nicht genutzt habe und mir der Preis von über 100 $ im Monat auch langsam zu viel wurde.

Großes Plus: Sich in Thinkific einzuarbeiten, ist aufgrund der einfachen Einführung schnell gemacht, selbst auf Englisch. Außerdem kann man bei dieser Online-Kursplattform nicht nur Videos einstellen, sondern auch PDFs, Textdateien, Audios oder HTML-Inhalte. Es gibt eine Vielzahl an möglichen Lektionsarten, dazu Quizze, Aufgaben und Zertifikate. Deine Videos hostest du direkt bei Thinkific, mit einem qualitativ hochwertigen Videoplayer für deine KursteilnehmerInnen.

Auch die Verwaltung der KursteilnehmerInnen lässt keine Wünsche offen. Thinkific ist sehr intuitiv bedienbar – es macht Spaß, damit zu arbeiten. Ich liebte einfach das Look & Feel. Alles sieht so wundervoll ordentlich und aufgeräumt aus.

Nicht so gut: Thinkific ist ein Tool, das sehr viele Funktionalitäten enthält und dementsprechend kostet: Das kleinste Paket liegt inzwischen bei 107 € im Monat. Einen kostenlosen Tarif gibt es nicht mehr, nur eine kostenlose Testphase. Wer nur auf der Suche nach einer Online-Kurs-Plattform ist, dem empfehle ich Thinkific nicht. Wer aber ein „All-In-One-Tool“ sucht und von einem höheren monatlichen Preis nicht abgeschreckt ist, sollte sich Thinkific näher anschauen. Warum ich kein Fan von All-In-One-Tools bin, habe ich oben ja schon beschrieben.

Gut zu wissen: Im kleinsten Paket ist die Video-Bandbreite auf 200 GB im Monat begrenzt, und das Thinkific-Branding verschwindet erst ab dem nächsthöheren Paket.

Was ich ebenfalls nicht empfehlen würde, ist, Zahlungen über Thinkific abzuwickeln: Thinkifics eigene Zahlungsabwicklung kümmert sich nur um die Steuern für KäuferInnen aus den USA und Kanada. Für die EU-Umsatzsteuer und korrekte Rechnungen nach deutschem Standard brauchst du zusätzliche Tools oder einen externen Zahlungsanbieter.

=> Zur Website von Thinkific*

Persönliche Einschätzung von Katharina: Als Kursplattform absolut empfohlen, aber nicht als Zahlungsanbieter. Die Zahlungsabwicklung würde ich immer über einen separaten Anbieter laufen lassen. Damit fällt Thinkific eigentlich aus, denn als reine Kursplattform finde ich es einfach inzwischen viel zu teuer.

Kleinstes Paket: Start für 107 €/Monat bei monatlicher Zahlweise oder 79 €/Monat bei jährlicher Zahlweise, mit unbegrenzt vielen Kursen. Stand: Oktober 2026.

ThriveCart (Mein Tool)

Was? ThriveCart* ist ein US-amerikanischer Anbieter, der eine Checkout-Lösung inklusive Kursplattform anbietet. Die Kursplattform heißt seit 2026 ThriveAcademy und ersetzt das bisherige ThriveCart Learn, das Ende 2026 eingestellt wird. ThriveAcademy kann mehr als Learn: Neben Kursen gibt es jetzt auch Communities, Quizze, Zertifikate und Video-Hosting. Seit Oktober 2024 verkaufe ich alle meine Produkte nur noch über ThriveCart, kann also aus eigener Erfahrung sprechen.

Großes Plus: Du kannst mit ThriveCart deine Produkte verkaufen und gleichzeitig ausliefern, sofern du eins der neuen Abos nutzt, ähnlich wie bei Ablefy. Was an ThriveCart aber besser ist, sind die Kosten: ThriveCart nimmt keine Provision, wenn du etwas verkaufst. Lediglich geringe Gebühren für das Abwickeln von Zahlungen über PayPal und Stripe fallen an, die man aber ohnehin bei jedem Anbieter zahlen müsste.

Was ich auch super finde, ist das Anlegen von neuen Produkten: Es geht einfach super fix. Es gibt keine langwierigen Freigabeprozesse oder Ähnliches. Außerdem steht dir mit Order Bumps, Upsells und Downsells das ganze Repertoire digitaler Verkaufsstrategien zur Verfügung – du kannst mit ThriveCart* also auch ganze Funnels aufbauen. Und der Support antwortet inzwischen rund um die Uhr, allerdings nur schriftlich und auf Englisch.

Nicht so gut: Abgesehen von den üblichen Nachteilen bei Nicht-EU-Anbietern (deine Daten liegen auf US-Servern) ist ein Nachteil von ThriveCart, dass das Tool nicht besonders intuitiv zu bedienen ist. Viele Funktionen sind recht versteckt, und man muss sich wirklich einarbeiten. Außerdem ist die Oberfläche komplett auf Englisch. Du bist VerkäuferIn im eigenen Namen und damit auch für Rechnungen und Umsatzsteuer selbst verantwortlich. Ob die neue E-Rechnungs-Funktion von ThriveCart für Deutschland ausreicht, ist noch nicht geklärt. (Damit meine Rechnungen auf jeden Fall korrekt sind, habe ich eine Automation eingerichtet – kommt ein Kauf über ThriveCart rein, schreibt Lexware Office* die Rechnung und schickt sie an den Kunden. Damit ist das Problem E-Rechnung auch abgehakt.)

Wichtiger Tipp: Früher gab es ThriveCart nur mit einer Einmalzahlung, und ich habe an dieser Stelle immer geschrieben: Das ist gut für uns KundInnen, aber schlecht für ThriveCart. Genau so ist es gekommen: Seit Sommer 2026 gibt es ThriveCart auch im Abo, und nur im Abo ist die neue Kursplattform ThriveAcademy enthalten. Die Lifetime-Lizenz gibt es zwar weiterhin, sie umfasst aber nur noch den Checkout. Wer heute die Lifetime-Lizenz kauft und auch Onlinekurse hosten will, braucht also zusätzlich eine eigene Kursplattform.

Für die korrekte Berechnung der Mehrwertsteuer als europäische Kundin oder europäischer Kunde brauchst du bei der Lifetime-Lizenz außerdem „Pro+“ für 295 $ pro Jahr. Damit bekommst du auch mehrere Order Bumps und weitere Funktionen.

Wenn du ThriveCart wie ich schon länger mit Learn oder Learn+ nutzt: Deine Lifetime-Lizenz deckt den Kursbereich in ThriveAcademy ab. Video-Hosting und Community-Funktionen kosten aber extra. Bis Ende 2026 musst du deine Kurse umgezogen haben.

=> Zur Website von ThriveCart*

Persönliche Einschätzung von Katharina: Ich bin sehr zufrieden mit ThriveCart, auch wenn es natürlich auch kein perfektes Tool ist. Aber welches Tool ist schon perfekt? Für mich ist ThriveCart vor allem ein starker Checkout für alle, die schon etwas Erfahrung haben, viel verkaufen und sich um Rechnungen und Steuern selbst kümmern können. Für EinsteigerInnen, die alles aus einer Hand und auf Deutsch wollen, ist Ablefy die einfachere Wahl.

Kleinstes Paket: Im Abo ThriveCart Standard für 47 $/Monat inklusive ThriveAcademy, 30 Tage kostenlos testbar. Pro+ (was ich mit der Lifetime-Lizenz nutze) kostet 87 $/Monat. Alternativ gibt es die Lifetime-Lizenz für 495 $ einmalig, allerdings nur noch mit Checkout und ohne Kursbereich. Für die Mehrwertsteuer brauchst du dann zusätzlich Pro+ für 295 $/Jahr. Stand: Oktober 2026.

Weitere Online-Kurse-Plattformen

Bei der Recherche sind uns weitere Online-Kursplattformen aufgefallen. Auch wenn ich keine bis wenig Erfahrungen mit diesen Anbietern habe, möchte ich sie hier erwähnen, damit du dich möglichst großflächig informieren und weiter recherchieren kannst.

Udemy

Udemy ist mehr ein Onlinekurs-Marktplatz als eine Online-Kursplattform. Gerade für EinsteigerInnen ist dieses Prinzip attraktiv: Auf der Plattform sind bereits KundInnen, und ich muss „nur“ noch meinen Kurs einstellen, damit er gekauft wird. Grundsätzlich funktioniert das auch so, aber dieses Geschäftsmodell hat entscheidende Nachteile.

Zum einen werden Onlinekurse bei Udemy regelrecht „verramscht“. Udemy reduziert Kurse in seinen Rabattaktionen regelmäßig auf rund 10 bis 15 €, auch wenn der eigentliche Preis viel höher ist. Ein Kurs für 199 € wird dann schon mal für 9,99 € verkauft. Aus diesen Aktionen, die inzwischen Udemy Deals heißen, kannst du einzelne Kurse nicht herausnehmen.

Dazu kommt die Aufteilung der Einnahmen: Verkauft Udemy deinen Kurs über den Marktplatz, bekommst du 37 % des tatsächlich gezahlten Preises. Bei einem Kurs, der im Angebot für 9,99 € verkauft wird, bleiben dir also gut 3,70 €. Nur wenn KäuferInnen über deinen eigenen Gutschein- oder Empfehlungslink kommen, bekommst du 97 %. Dann bringst du die KundInnen aber auch selbst mit, und Udemy liefert nur noch die Plattform. Auch bei den Abo-Modellen von Udemy, bei denen nach angesehenen Minuten bezahlt wird, sinkt der Anteil der KursanbieterInnen seit Jahren.

Da du auf Udemy als KursanbieterIn keine eigene Marke (und damit Vertrauen in dich als Person und ExpertIn) aufbauen kannst, entscheiden die meisten KundInnen eher nach dem Preis und danach, wie viel im jeweiligen Kurs enthalten ist. Dadurch ist die Konkurrenz auf der Plattform extrem groß. Auch, weil Udemy deinen KundInnen ähnliche Kurse vorschlägt.

Einige möchten Udemy als Marketing-Plattform verwenden: Sie wollen bei Udemy ein oder zwei kleine Mini-Produkte anbieten und über ihre eigene Website ihren KundInnen weitere, teurere Kurse verkaufen. Doch das weiß auch Udemy: Rein rechtlich gesehen sind die Menschen, die deine Kurse auf Udemy kaufen, nicht deine KundInnen, sondern Udemys KundInnen. Dementsprechend verbietet Udemy praktisch alles, was du tun könntest, um sie zum Beispiel in deine E-Mail-Liste zu bekommen. Du darfst ihnen maximal vier Ankündigungen pro Kurs und Monat schicken, und darin keine Links zu bezahlten Angeboten außerhalb von Udemy, keine Affiliate-Links und keine Seiten, auf denen sie ihre Daten eintragen müssen.

Ja, Erfolg auf einer Plattform wie Udemy ist möglich. Dafür brauchst du ein Thema, das möglichst viele Menschen interessiert (zum Beispiel eine Programmiersprache lernen), und du solltest möglichst viele Kurse aus demselben Themengebiet anbieten. Was eher abschreckt, ist die völlige Abhängigkeit von Udemy. Und die ist gerade größer geworden: Udemy gehört seit Mai 2026 zu Coursera. Noch laufen beide Plattformen getrennt, aber wie es mit dem Marktplatz und der Vergütung weitergeht, ist offen.

Meine Einschätzung: Zum ernsthaften Businessaufbau eher ungeeignet. Hier werden Onlinekurse regelrecht „verramscht“, und du verdienst an jedem Verkauf nur einen Bruchteil. Überlege dir, ob du das möchtest.

=> Zur Website von Udemy

Memberspot

Ein weiterer Anbieter ist Memberspot. Neben einfacher Bedienung, ansprechendem Design und guter Performance liegt ein großer Vorteil darin, dass keine sensiblen Inhalte auf irgendwelchen ausländischen Videoportalen herumliegen müssen. Memberspot liegt auf EU-Servern.

Ein weiteres Plus ist die App, die es zusätzlich zur Web-Applikation gibt. Da ich die Software selbst nicht auf Herz und Nieren geprüft habe, kann ich zu den wirklichen Nachteilen nichts sagen. Am besten, du probierst die kostenlose Testversion selbst aus.

LearnWorlds

LearnWorlds ist eine Online-Kursplattform aus der EU: Das Unternehmen sitzt in Zypern und Griechenland, und die Daten liegen auf Servern in der EU. Das macht die Sache mit dem Datenschutz deutlich einfacher als bei den großen US-Plattformen. Bekannt ist LearnWorlds vor allem für interaktive Videos, in die du Fragen, Notizen und Kapitel einbauen kannst. Dazu kommen ein Pagebuilder für deine eigene Kurs-Website, Live-Sessions, eine Community und Zertifikate. Bezahlt wird über dein eigenes Stripe- oder PayPal-Konto.

Der Haken steckt im Einstiegstarif: Starter kostet 29 $/Monat, bei jährlicher Zahlung 24 $/Monat, aber LearnWorlds nimmt dann 5 $ pro verkauftem Kurs. Ohne diese Gebühr und mit Abos, Mitgliedschaften und Ratenzahlung geht es erst ab Pro Trainer für 99 $/Monat bzw. 79 $/Monat bei jährlicher Zahlung. Wie bei Kajabi oder Thinkific verkaufst du im eigenen Namen und kümmerst dich selbst um Rechnungen und Umsatzsteuer. Du kannst LearnWorlds 30 Tage kostenlos testen. Stand: Oktober 2026.

e-Mentor

e-Mentor ist eine kleine deutsche Kursplattform von Anton Korduan, die früher e-Shepherd hieß. Der Schwerpunkt liegt auf begleiteten Onlinekursen: Du betreust deine TeilnehmerInnen individuell und gibst ihnen persönliches Feedback, während der Rest des Kurses automatisch abläuft. Das passt gut zu Coaches, BeraterInnen und TrainerInnen, deren TeilnehmerInnen die Inhalte wirklich umsetzen sollen. Die Server stehen in Deutschland.

Die Idee hinter e-Mentor finde ich spannend. Allerdings steckt hinter der Plattform im Wesentlichen eine einzelne Person, und die Website wirkt seit einigen Jahren kaum weiterentwickelt. Preise findest du dort nicht direkt. Wenn dich das Konzept anspricht, schau dir am besten den kostenlosen Einführungskurs an und frag konkret nach, wie die Plattform weiterentwickelt wird.

Meine Kurs-Plattform-Empfehlungen

Viele LeserInnen finden diesen Artikel über Google. Einige schreiben mich nach dem Lesen an und fragen mich, welche Online-Kurs-Plattform sie denn nun wählen sollen. Leider kann ich dir die weitere Recherche und deine Entscheidung nicht abnehmen. Trotzdem möchte ich hier noch mal klare Empfehlungen aussprechen für die, die immer noch unsicher sind.

Wenn du eine deutschsprachige Plattform mit Sitz in Europa willst: Dann empfehle ich dir Ablefy*. Oberfläche und Support sind auf Deutsch, die Daten liegen in Europa, und wenn du möchtest, nimmt dir Ablefy im Reseller-Modell Rechnungen, Umsatzsteuer und Mahnwesen komplett ab. Mit Kursbereich startest du bei 59 €/Monat netto, über meinen Link in den ersten drei Monaten für 49 €. Dazu kommen 2,7 % + 0,50 € pro Verkauf, im Reseller-Modell noch einmal 2,5 % + 1 €. Du zahlst also bei jedem Verkauf mit, bekommst dafür aber auch viel Arbeit abgenommen.

Wenn du langfristig möglichst wenig Gebühren zahlen willst: Dann empfehle ich dir ThriveCart*, das Tool, das ich selbst nutze. ThriveCart nimmt keine Provision auf deine Verkäufe, egal wie viel du verkaufst. Es fallen nur die Gebühren von PayPal, Stripe und Co. an, die du bei fast jedem Anbieter sowieso zahlst. Im Abo kostet ThriveCart Standard 47 $/Monat, inklusive der Kursplattform ThriveAcademy. Die Lifetime-Lizenz für 495 $ einmalig gibt es zwar noch, sie enthält aber nur den Checkout und keinen Kursbereich mehr. Dazu brauchst du für die korrekte Mehrwertsteuer noch Pro+ für 295 $ im Jahr. Je mehr du verkaufst, desto mehr lohnt sich ThriveCart im Vergleich zu Anbietern mit Gebühr pro Verkauf. Allerdings ist alles auf Englisch, und um Rechnungen und Steuern kümmerst du dich selbst.

Wenn du noch ganz am Anfang stehst und alles in einem Tool haben willst: Dann schau dir systeme.io* an. Kursbereich, E-Mail-Marketing, Verkaufsseiten und Website sind in einer Plattform vereint, und du kannst dauerhaft kostenlos starten, ohne Kreditkarte. Transaktionsgebühren gibt es keine. Du weißt ja, dass ich wegen der krassen Abhängigkeit kein großer Fan von All-in-one-Tools bin. Aber um auszuprobieren, ob Onlinekurse überhaupt etwas für dich sind, ist das ein Einstieg ohne Risiko.

Wenn bei dir der Austausch unter den TeilnehmerInnen im Mittelpunkt steht: Dann ist Skool* die beste Wahl, zum Beispiel für Gruppenprogramme oder Memberships. Mein Online Business Campus läuft selbst über Skool, und seit August 2026 gibt es die Plattform auch auf Deutsch. Der Pro-Tarif kostet 99 $/Monat plus 2,9 % pro Verkauf, der Hobby-Tarif 9 $/Monat plus 10 %. Ich selbst nutze für den OBC den Hobby-Tarif, das reicht mir.

Häufig gestellte Fragen

Welche Online-Kurs-Plattform ist die beste?

Die eine beste Plattform gibt es nicht, es hängt davon ab, wie du verkaufen willst. Wenn du im deutschsprachigen Raum verkaufst und dir Rechnungen und Steuern abnehmen lassen willst, ist Ablefy* eine sehr gute Wahl. Wenn du viel verkaufst und keine Gebühren pro Verkauf zahlen willst, empfehle ich ThriveCart*. Steht der Austausch unter deinen TeilnehmerInnen im Mittelpunkt, ist Skool* ideal. Und wenn du gerade erst startest und alles in einem Tool haben willst, schau dir systeme.io* an.

Gibt es eine kostenlose Online-Kurs-Plattform?

Ja. systeme.io* hat einen dauerhaft kostenlosen Tarif mit einem Kurs, bis zu 2.000 Kontakten und ohne Transaktionsgebühren, für den du nicht einmal eine Kreditkarte brauchst. Digimember* gibt es ebenfalls in einer kostenlosen Version für WordPress. Teachable und Thinkific* haben ihre kostenlosen Tarife inzwischen abgeschafft und bieten nur noch Testphasen an.

Was kostet eine Online-Kurs-Plattform?

Die meisten Plattformen kosten zwischen 40 und 120 € im Monat, die Spanne reicht aber von kostenlos bis über 400 €. Dazu kommen bei vielen Anbietern Gebühren pro Verkauf, zum Beispiel 2,7 % + 0,50 € bei Ablefy* oder 10 % im günstigsten Skool-Tarif. Und die Gebühren deines Zahlungsanbieters wie Stripe oder PayPal fallen fast immer zusätzlich an. Vergleich deshalb nicht nur den Monatspreis, sondern rechne aus, was dich die Plattform bei deinem geplanten Umsatz insgesamt kostet.

Welche Online-Kurs-Plattformen kommen aus Deutschland oder der EU?

Aus Deutschland kommen Ablefy*, Digimember* und Memberspot, aus anderen EU-Ländern Coachy* aus Bulgarien und systeme.io* aus Irland. Die Oberflächen sind bei allen auf Deutsch, und deine Daten liegen in Europa. Das macht den Datenschutz deutlich einfacher als bei US-Plattformen wie Kajabi, Teachable oder ThriveCart*.

Was ist der Unterschied zwischen einer Online-Kurs-Plattform und einem Marktplatz wie Udemy?

Auf einer Online-Kurs-Plattform verkaufst du deine Kurse unter deiner eigenen Marke, an deine eigenen KundInnen und zu deinem eigenen Preis. Auf einem Marktplatz wie Udemy stehst du dagegen neben tausenden anderen Kursen, Udemy bestimmt die Rabatte mit, und die KäuferInnen sind Udemys KundInnen, nicht deine. Bei Verkäufen über den Udemy-Marktplatz bekommst du außerdem nur 37 % des Preises. Für den Aufbau eines eigenen Business empfehle ich deshalb immer eine eigene Plattform.

Was ist das Reseller-Modell und brauche ich es?

Beim Reseller-Modell verkauft die Plattform deine Kurse in ihrem Namen weiter und kümmert sich um Rechnungen, Umsatzsteuer, AGB und Widerruf. Du bekommst nur eine Auszahlung im Monat statt für jeden Verkauf einen eigenen Beleg. Das spart viel Arbeit, ist aber teurer: Bei Ablefy* kostet das Reseller-Modell zum Beispiel 2,5 % + 1 € pro Verkauf extra. Sinnvoll ist es vor allem, wenn du viele Verkäufe in verschiedene Länder hast und dich nicht selbst um die Steuern kümmern willst.

Muss ich Umsatzsteuer berechnen, wenn ich Onlinekurse ins Ausland verkaufe?

Wenn du Onlinekurse an Privatpersonen in anderen EU-Ländern verkaufst, gilt in der Regel die Umsatzsteuer des Landes, in dem deine KundInnen wohnen. Abgerechnet wird das meist über das sogenannte OSS-Verfahren beim Bundeszentralamt für Steuern. Für kleine Umsätze ins EU-Ausland und für KleinunternehmerInnen gibt es Ausnahmen. Weil das schnell kompliziert wird, kläre das am besten mit deiner Steuerberatung, bevor du startest. Plattformen mit Reseller-Modell wie Ablefy* oder Digistore24 nehmen dir dieses Thema komplett ab, Teachable übernimmt die EU-Umsatzsteuer ebenfalls.

Kann ich die Online-Kurs-Plattform später wechseln?

Ja, aber plane dafür Zeit ein. Kursinhalte und Videos ziehst du meist relativ einfach um. Aufwendiger wird es bei laufenden Abos und Ratenzahlungen, weil die oft an den alten Zahlungsanbieter gebunden sind. Bei All-in-one-Plattformen wie systeme.io* oder Kajabi musst du außerdem E-Mail-Liste, Funnels und Website mitnehmen. Einige Anbieter wie systeme.io helfen dir beim Umzug kostenlos.

Brauche ich zusätzlich eine eigene Website?

Nicht unbedingt. Bei den meisten Plattformen kannst du Verkaufsseiten direkt mitbauen, und All-in-one-Tools wie systeme.io* oder Kajabi enthalten sogar eine komplette Website mit Blog. Langfristig empfehle ich dir aber eine eigene Website, zum Beispiel mit WordPress. Dann gehört dir dein wichtigster Marketingkanal, egal welche Kursplattform du gerade nutzt.

Welche Online-Kurs-Plattform nutzt du selbst?

Ich verkaufe alle meine Produkte über ThriveCart*, meine Kurse liefere ich über die ThriveCart-Kursplattform aus. Mein Online Business Campus läuft über Skool*. Davor habe ich mehrere Jahre mit Digimember* und Digistore24, mit Ablefy* und mit Thinkific* gearbeitet.

Plattform ausgewählt, und jetzt?

Jetzt hast du einige Vorschläge für eine mögliche Online-Kurse-Plattform bekommen. Du kannst selbst ein bisschen rechnen und überlegen, welche Funktionen du unbedingt im Leistungsumfang dabeihaben willst.

Die tollste Onlinekurs-Plattform nützt dir natürlich nichts, wenn dein fertiger Onlinekurs nicht gekauft wird. Die beste Möglichkeit, um deinen Onlinekurs erfolgreich zu vermarkten, ist es ihn zu launchen.

In meinen Kursen geht’s genau darum: Aus einer groben Kursidee ein wirklich profitables Business zu machen. Mit meinem hundertfach bewährten Launchmagie®-System, das im Online Business Campus enthalten ist, kannst du deinen ersten Onlinekurs erstellen, launchen und verkaufen oder mehr zahlende TeilnehmerInnen für einen bereits bestehen Onlinekurs gewinnen.

Und wenn du Tipps möchtest, wie du Onlinekurse mit Hilfe von KI erstellen und verkaufen kannst, hol dir unbedingt meinen KI-Guide:

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3 Kommentare zu „Die 10 besten Online-Kursplattformen 2026: Der ultimative Guide“

  1. Liebe Katharina, darf ich fragen, was Du für blutige Beginner mit hoffentlich bald ersten aufgenommenen Videos (will ich via zoom machen) und dann ggf. Kurs empfiehlst bzw. ob tentary da eine gute Möglichkeit sein kann?

    Dank und vG Caro

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