Meine 10 wichtigsten Learnings nach 2 Monaten Selbständigkeit

Wie du vielleicht weißt, habe ich mich am 1.11.2014 endlich „richtig“ selbständig gemacht – also Vollzeit. Ich bin sozusagen ins kalte Wasser gesprungen und habe bei null angefangen. Da der Beginn meiner Vollzeit-Selbständigkeit nun ungefähr acht Wochen her ist, möchte ich gerne meine wichtigsten Learnings aus dieser Zeit mit dir teilen. Ich hoffe, dass du das ein oder andere hilfreich findest. Am meisten würde ich mich darüber freuen, wenn du in deinem Arbeitsalltag einfach mal auf einige der Dinge achtest, die ich beschrieben habe, und wenn du dann deine Erfahrungen mit mir teilst, zum Beispiel in den Kommentaren :-)

Aber nun geht es los!

1. Orientiere dich nicht zu viel an Anderen.

Es ist vielleicht sehr persönlich das hier so offen „zuzugeben“, aber ich orientiere mich sehr oft an Anderen – zu oft, wie ich finde! Das heißt nicht, dass ich andere Unternehmer irgendwie „kopiere“ – sondern eher, dass ich mich mit ihnen vergleiche.

Und – das – ist – sowas – von – blöd!

Sich mit Anderen zu vergleichen – ob nun als Unternehmer oder privat – ist meistens totaler Quatsch. Viele Andere starten beispielsweise bereits mit Kunden in die Selbständigkeit – ich nicht. Ergo kann ich deren Situation und meine eigene doch überhaupt nicht vergleichen – und tue es aber oft trotzdem. Daher ist einer meiner Vorsätze für 2015 mich weniger mit Anderen zu vergleichen und mehr „mein eigenes Ding“ zu machen. Nur ich weiß, was für mich und mein Business zu welchem Zeitpunkt passt. Nur ich kenne meine eigene Vorgeschichte, also meine Ausgangssituation – ich weiß, dass ich buchstäblich bei null angefangen habe. Bei anderen Unternehmern kenne ich die Ausgangslage nicht. Diese Kombination – also ich + Business – gibt es nur ein einziges Mal auf der ganzen Welt.

Ich könnte jetzt sagen „Ok, ich höre jetzt auf mich mit Anderen zu vergleichen.“, aber das wäre wohl unrealistisch. Das ist so gut wie unmöglich. Abgesehen davon kann der ein oder andere Vergleich vielleicht sogar anspornen ;-) Aber wenn man beginnt sich selbst durch diese Vergleiche unter Druck zu setzen, sollte man dringend daran arbeiten sich weniger zu vergleichen und diese Energie in Projekte zu investieren.

2. Hol dir nicht zu viele Meinungen ein, hör auf dein Herz und deinen Bauch.

Noch etwas, worin ich Spezialistin bin: Bei einer Entscheidung mindestens 10 Leute nach ihrer Meinung fragen und anschließend darüber wundern, dass 11 verschiedene Ratschläge dabei herauskommen … ;-) Auch das möchte ich mir soweit es geht abgewöhnen. Viel wichtiger ist es doch die Menschen um Rat zu fragen, denen wir besonders vertrauen oder die uns in der Vergangenheit schon gut beraten haben. Man könnte sagen „Nicht Quantität, sondern Qualität zählt!“, wie so oft im Leben.

Das knüpft auch wieder an die Vergleiche mit Anderen an: Wer soll wissen, was das Beste für mein Business ist, außer mir selbst? Oder anders: Wenn ich es nicht mal selbst weiß, wie soll es dann ein Anderer wissen? Und nur weil ein Ratgebender etwas richtig findet, heißt es noch lange nicht, dass es das Richtige für mich ist.

3. Nur weil jemand selbständig ist, heißt das nicht zwangsläufig, dass er mich versteht.

Wie gesagt, ich habe in den letzten zwei Monaten sehr viele andere Selbständige um Rat gefragt, die verschiedensten Themen betreffend. Und dabei habe ich die Erfahrung gemacht, dass andere Selbständige mich nicht zwangsläufig verstehen, nur weil sie auch selbständig sind. Besonders auch deshalb, weil ich ein Online-Business habe, also Internet-Unternehmerin bin. Dadurch tauchen bei mir teilweise Fragestellungen und Probleme auf, die ein „normaler“ Selbständiger gar nicht hat. Logischerweise kann man von ihm dann keine qualifizierte Antwort erwarten ;-) Im Gegenteil: Man stößt häufig auf Unverständnis und „große Augen“, wenn man von seinem eigenen Online-Business erzählt.

Learning für mich: Wenn du Fragen hast, die dein Internet-Business betreffen, frag nicht irgendwelche Selbständige, sondern andere Internet-Unternehmer.

4. Fixiere soviel wie möglich schriftlich.

Ein kleines Learning, aber nicht weniger wichtig: Immer alles, soweit es geht, schriftlich fixieren! Ja, auch (oder besonders) Kooperationen, insbesondere wenn diese langfristig angelegt sind. Nicht nur bei Kooperations-, sondern auch bei Kundenverträgen sollte immer klar geregelt sein wer was leistet und wer was bekommt. Das spart einem eine Menge Ärger und man muss sich definitiv weniger Gedanken machen, weil einige Eckpunkte der Zusammenarbeit vielleicht nur grob mündlich besprochen wurden.

5. Verbringe nicht zu viel Zeit auf Facebook.

Facebook surfenIn den letzten zwei Wochen, also über die Feiertage, war ich bei meinen Eltern. Ich habe meine Tage mit schlafen, essen, fernsehen, basteln, Kreuzworträtseln und lesen verbracht. Und es war herrlich! Ich war ausnahmsweise mal kaum am PC und wenn, dann nur kurz. Besonders die Facebook-Abstinenz hat mir total gut getan! Warum das so ist? Ganz einfach, denn hier kommt wieder Learning 1 ins Spiel: Vergleiche dich nicht zu viel mit Anderen. Und das tut man zwangsläufig, wenn man die Timeline bei Facebook durchguckt. Ob nun bewusst oder unbewusst. (Wie? Du machst das nicht? Echt nicht? Na dann verrate mir bitte dringend dein Geheimnis!)

Übrigens: Inzwischen hat eine Studie bewiesen, dass Facebook unglücklich macht. Der Grund ist, dass die meisten Statusmeldungen positiver Art sind. Nach dem Motto mein Haus, mein Boot, mein Mann, meine Kinder, meine Villa – und kaum jemand negative Ereignisse aus seinem Leben teilt. Dadurch bekommen wir ein verzerrtes Bild von der Realität. Das ist genauso wie mit dem Fernsehen: Ständig wird nur über Mord, Totschlag, Sex, Drogen, Skandale und so weiter berichtet, sodass wir schon hinter jedem Baum den nächsten Mörder wittern. Die Realität sieht aber viel friedlicher aus! Bei Facebook ist es umgekehrt: Dort sehen wir fast nur positive Meldungen, alle freuen sich, alle haben sich lieb, alle sind erfolgreich – dass aber auch hier höchstens die Hälfte der Realität entspricht, das verdrängen wir gern.

Deshalb auch ein Vorsatz für 2015 von mir: Facebook-Nutzung ja klar (ist ja schließlich mein Job, hehe!) – aber weniger Timeline-Scrolling und mehr gezieltes Auswählen von Neuigkeiten (zum Beispiel mit Hilfe von Listen).

6. Genieß deine Freiheiten.

Wenige Wochen, nachdem ich mich selbständig gemacht hatte, war ich bereits der Meinung ich müsste jeden Morgen um 8 Uhr am Computer sitzen, bis 12 Uhr arbeiten, dann Pause bis 14 Uhr machen und dann noch mal bis 18 Uhr arbeiten. Bis es mir plötzlich dämmerte: Ja, warum eigentlich? Die freie Zeiteinteilung ist doch einer der Gründe, weshalb ich mich überhaupt selbständig gemacht habe! Wen interessiert es, ob ich morgens um 8 Uhr oder erst um 11 Uhr anfange? Genau, niemanden! (Es sei denn, ich habe Termine – klar ;-))

Natürlich erfordert die Selbständigkeit viel Disziplin, Motivation und Durchhaltevermögen, sowie einen gewissen festen Tagesablauf. Aber arbeiten „nach der Stechuhr“ ist nun wirklich übertrieben. Ich habe gelernt, dass ich mich auf meine Freiheiten als Unternehmerin besinnen sollte und diese auch tatsächlich genießen darf. Und das bedeutet, dass ich morgens, sollte ich noch hundemüde sein und keine Termine haben, auch ausschlafen darf :-)

7. Sag auch mal Nein.

Auch eine extrem wichtige Lektion, die ich besonders in der Zeit kurz vor Weihnachten gelernt habe. Als Unternehmer ist es extrem wichtig „nein“ zu sagen – wahrscheinlich sollte man sogar öfter „nein“ als „ja“ sagen. Mit steigender Bekanntheit kommen immer mehr Kooperationsanfragen in meinem Postfach an – die ich schon aus Zeitgründen schlichtweg nicht alle annehmen kann. Abgesehen davon ist der Nutzen für mich häufig recht gering, der Aufwand dagegen hoch. Hier ist es unheimlich wichtig „nein“ zu sagen, natürlich auf eine freundliche, aber bestimmte Art und Weise.

Ich kann meine Situation schlecht mit Unternehmern vergleichen, die schon seit Jahren im Business sind – aber ich glaube besonders am Anfang ist es wichtig, Anfragen abzulehnen und sich für wenige, aber dafür für die richtigen Projekte zu entscheiden.

8. Denke und handle als Unternehmer.

Hier kann ich aus eigener Erfahrung sagen: Ein Unternehmen zu haben, ist das Eine. Als Unternehmer zu denken und zu handeln, ist das Andere. Ich glaube von mir persönlich, dass ich das unternehmerische Denken schon einigermaßen „drauf“ habe – aber dann auch dementsprechend zu handeln, ist schon schwieriger. Denn seinen eigenen Weg zu gehen bedeutet zwangsläufig auch immer, dass es Menschen geben wird, die genau diesen Weg ablehnen – und damit muss man als Unternehmer lernen zu leben. Daran arbeite ich noch ;-)

9. Sei nicht dein Business.

Diese Erkenntnis kam mir erst vor Kurzem, in einem langen Telefonat mit Christian Gursky. Er machte mich darauf aufmerksam, dass ich mich selbst als mein Business sehen würde, und mir dadurch manchmal selbst im Weg stünde. Und er hat Recht!

Ich glaube viele Einzelunternehmer kennen dieses Phänomen: Man kann abends nicht abschalten, man denkt ständig an das eigene Business, die nächsten Projekte, Kunden – man bezieht etwas, was ein Kunde gesagt hat, direkt auf sich selbst. Man nimmt es persönlich, wenn man einen Auftrag nicht bekommt. All diese Gedanken rühren daher, dass wir uns selbst als unser Business betrachten. Dabei sollten wir aber lernen eben nicht unser Business zu sein, sondern selbst der Mensch zu sein, der wir sind – der eben auch ein Business betreibt.

Weißt du worauf ich hinaus will? Zu diesem Thema werde ich zu gegebener Zeit noch mal etwas schreiben :-)

10. Lies E-Mails niemals morgens oder abends.

Dieses Learning wirkt vielleicht in dieser Auflistung etwas fehl am Platz, aber ich finde es extrem wichtig. Ich habe häufig meine E-Mails gleich morgens gelesen oder abends vor dem Schlafengehen noch mal ins Postfach geschaut. Absolut falscher Fehler, denn häufig gibt es weniger gute Nachrichten, die mich dann in schlechte Stimmung bringen. Oder gute Nachrichten, die mich so aufgeregt machen, dass ich mich auf nichts Anderes mehr konzentrieren, geschweige denn einschlafen kann. Oder E-Mails, deren Beantwortung mir irgendwie unangenehm ist, sodass ich im Geiste schon versuche eine passende Antwort zu formulieren … All das zieht extrem viel Energie. Daher habe ich mir vorgenommen meine E-Mails nur noch „mitten am Tag“ (also weder morgens als erstes noch abends nach Feierabend) zu lesen und habe auch meine E-Mail-Benachrichtigungen am iPhone abgeschaltet.

Ich hoffe meine Erkenntnisse bringen dich ein Stück weiter.

Welches Learning bringt dir persönlich am meisten? Woran willst du in diesem Jahr besonders arbeiten? Hinterlasse einen Kommentar :-)

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